GBV Gesellschaft für Bestattungen und Vorsorge mbH

Die unterschätzte Gefahr: Häusliche Unfälle fordern doppelt so viele Tote wie der Straßenverkehr

Hamburg (ots) - In Deutschland sterben jährlich mehr als doppelt so viele Menschen bei häuslichen Unfällen wie im Straßenverkehr, so das Ergebnis einer Untersuchung des Informationsportals Bestattungen.de (www.bestattungen.de). Analysiert wurden die häufigsten Unfallursachen mit Todesfolge auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes. Am häufigsten verunglücken Menschen zu Hause durch Stürze. Besonders die Altersgruppe ab 75 Jahren ist betroffen.

Häusliche Unfälle führten im Jahr 2012 in 8.158 Fällen zum Tod - eine Steigerung von knapp vier Prozent zum Vorjahr. Mit 83,2 Prozent waren Stürze die häufigste Ursache. Weitaus weniger Menschen starben durch Verbrennungen oder Ertrinken bzw. Ersticken. Der Anteil an den häuslichen Unfällen lag bei diesen Ursachen zusammen bei knapp zehn Prozent.

Besonders gefährdet sind Menschen ab 75 Jahren. Über drei Viertel aller häuslichen Unfälle ereignen sich in dieser Altersgruppe. Dabei zeichnet sich vor allem bei den Männern ab 75 ein starker Anstieg ab: Im Vergleich zu 2011 starben 2012 fast zehn Prozent mehr Männer bei einem häuslichen Unfall. Ein Grund hierfür ist der wachsende Anteil von Männern über 75 an der Gesamtbevölkerung.

Die Unfallgefahr lässt sich jedoch eingrenzen: "Wichtig ist, dass man sich für die Hausarbeit genügend Zeit nimmt. Viele Unfälle passieren aufgrund von Hektik und mangelnder Konzentration auf die Sache. Hilfreich ist es in jedem Fall, lose Kabel und andere Stolperfallen zu beseitigen", so Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Aktion "Das Sichere Haus".

Aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland rechnen die Experten von Bestattungen.de mit einem weiteren Anstieg der häuslichen Unfälle in den kommenden Jahren. "Vielen Menschen ist nicht bewusst, welche Gefahr von Unfällen zu Hause ausgeht. Wir brauchen daher noch mehr Aufklärung.", so Bestattungen.de-Geschäftsführer Fabian Schaaf-Mehta.

Grafik zur Untersuchung:http://ots.de/tRYSm

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Jana Schnicke, Pressesprecherin
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