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Virenscanner mit erheblichen Sicherheitsmängeln
PC-WELT.de: 16 Programme im bisher umfangreichsten Antiviren-Test

    München (ots) - Im gründlichsten bislang in Deutschland durchgeführten Vergleichstest von Antivirenprogrammen offenbaren sich erhebliche Sicherheitsmängel. Der Untersuchung von PC-WELT.de (www.pcwelt.de) zufolge konnten die meisten Programme im Test Virenattacken sehr gut bis gut erkennen. Allerdings hatten viele Scanner Schwierigkeiten mit verpackten Dateien. Schon bei Dateien in den verbreiteten Archivformaten ARJ, LHA, RAR und ZIP lieferten nur sechs von 16 getesteten Programmen eine makellose Leistung. Noch bedenklicher wird es, wenn Viren in Laufzeit-komprimierter Form unterwegs sind, so PC-WELT.de: Alle bis auf drei Antivirenprogramme sind blind für die gängigen Windows-Laufzeitkomprimierer.

    Als beste Programme im Test schnitten FP-Win (PerComp-Verlag) und AVP (Datsec) ab. Die weltweiten Marktführer Norton Antivirus von Symantec und VirusScan von McAfee konnten sich aufgrund ihrer Schwächen im Umgang mit komprimierten Dateien nur im vorderen Mittelfeld platzieren. Norton Antivirus lag noch vor VirusScan, fiel jedoch durch den hohen Platzbedarf auf der Festplatte (45,8 MB) negativ auf, während VirusScan zu den langsamsten Scannern gehörte.

    Als nicht empfehlenswert erwiesen sich mit überwiegend unterdurchschnittlichen Platzierungen Sophos AV, PC-Cillin, eSafe und Antivir. Außer Konkurrenz wurde F/Win32 getestet, das auf Makroviren spezialisiert ist und diese Aufgabe bravourös löst. Es empfiehlt sich als Ergänzung zu anderen Scannern, die in diesem Bereich Schwächen haben.

    Die PC-WELT hat in Zusammenarbeit mit der Universität Magdeburg 16 Programme miteinander verglichen. Den technischen Test führte das Team von Prof. Dr. Claus Rautenstrauch und Andreas Marx am Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg aus. Alle Scanner wurden in der Redaktion der PC-WELT zusätzlich installiert, überprüft und anschließend bewertet. Beim technischen Test, der keine Bewertung enthält, sollten die Scanner rund 30.000 Viren in rund 300.000 Dateien aufspüren. In einer Gegenprobe wurden den Viren-Scannern fast 2.700 virenfreie Programme vorgesetzt, um Fehlalarme festzustellen. Die Überprüfung der Programme erstreckte sich auch auf die im Hintergrund aktiven Wächtermodule und die Desinfektion von Programm- und Makrodateien. Insgesamt hatte jedes Programm eine Datenmenge von rund fünf Gigabyte zu bewältigen.

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