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Vertrauliche Daten bei Finanzprogrammen nicht gut aufgehoben
"PC-WELT Online"-Test: Oft reichen einfachste Mittel für die unbefugte Einsicht

    München (ots) - Die Zuverlässigkeit des Passwort-Schutzes bei Finanzsoftware hat jetzt "PC-WELT Online" getestet. Dazu hat die Online-Ausgabe der Zeitschrift zwei Finanzprogramme für Privatanwender, "Money 99" von Microsoft und "Quicken 2000" von Intuit, sowie die beiden Finanzpakete "Quickbooks 2000" von Intuit und "Financial Office 2.11" von Lexware analysiert. Die getesteten Versionen sind die derzeit am weitesten verbreiteten Produkte ihrer Art. Fazit des Tests: Vertrauliche Daten sind bei den überprüften Finanzprogrammen nicht immer gut aufgehoben. Unbefugte können die Informationen in drei der vier untersuchten Fälle schon mit einfachsten Mitteln sichtbar machen.

    Den schwächsten Schutz bietet "Microsoft Money 99", so "PC-WELT Online". Mit und ohne Eingabe eines Passwortes wurden die Daten immer unverschlüsselt in einer Datenbank im "Access"-Format gespeichert. Wer das Passwort in dieser Datei überschreibt, kann mit "Money" problemlos auf die Daten zugreifen. Ähnlich leichtsinnig geht "Lexware Financial Office" vor: Die Daten werden ebenfalls unverschlüsselt in einer "Access"-Datenbank gespeichert. Das wenig verschleierte Passwort lässt sich leicht knacken. Mit einem kleinen Trick können die Daten sogar direkt mit "Access" gelesen werden. Weil auch "Quickbooks" nicht codiert speichert, ließ sich dieses Programm ebenfalls knacken.

    Am sichersten sind die Daten dem "PC-WELT Online"-Test zufolge bei Quicken 2000. Die Verschlüsselung widerstand den eingesetzten Bordmitteln. Allerdings lassen sich im Internet einige Spezial-Tools herunterladen, die mit einem höheren Rechenzeitaufwand die Daten entschlüsseln.

    Wer mit vertraulichen Daten - etwa Kontoständen, Einnahmen, Ausgaben und Gewinnen - umgeht, sollte zusätzlich spezialisierte Verschlüsselungsprogramme einsetzen, um alle Anwenderdaten sicher abzulegen, rät "PC-WELT Online". Nur so sind sie vor unbefugten Blicken geschützt. Der Nutzer sollte außerdem darauf achten, dass die geheimen Daten auch codiert übertragen werden, etwa wenn bei einer Überweisung ein Datentransfer von oder zum Bankrechner nötig ist. Wird diese Strategie konsequent durchgehalten, können auch vertrauliche Informationen gefahrlos über den Rechner transportiert werden.

    Weitere Informationen sind erhältlich unter www.pcwelt.de

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