dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

2005 gutes Jahr für dpa - Technische Erneuerung eingeleitet

Michael Segbers (l-r), Geschäftsführer der dpa, Chefredakteur Wilm Herlyn und der Vorsitzende der Geschäftsführung, Malte von Trotha, stehen am Mittwoch (21.06.2006) in Hamburg nach der Jahrespressekonferenz der führenden deutschen Nachrichtenagentur dpa beisammen. Die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH hat 2005 erstmals seit fünf Jahren wieder mehr Umsatz erwirtschaftet. Das berichtete der Vorsitzende der Geschäftsführung, Malte von Trotha, am Mittwoch in Hamburg. Bei weiter rückläufiger Zeitungsauflage und starker Konkurrenz sei der Umsatz durch Neugeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent auf 94,7 Millionen Euro ausgebaut worden. Der Jahresüberschuss der dpa stieg von 1,6 Millionen auf 2,1 Millionen Euro. Foto: Maurizio Gambarini 
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Michael Segbers (l-r), Geschäftsführer der dpa, Chefredakteur Wilm Herlyn und der Vorsitzende der Geschäftsführung, Malte von Trotha, stehen am Mittwoch (21.06.2006) in Hamburg nach der Jahrespressekonferenz der führenden deutschen Nachrichtenagentur dpa beisammen. Die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH... mehr

    Hamburg (ots) -

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    Hamburg, 21. Juni 2006 - Die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH hat nach einem konsequenten Kostensenkungsprogramm eine grundlegende technische Erneuerung der Agentur eingeleitet. Zugleich verbessert sie weiter das Zusammenspiel ihrer Redaktionen. "Wir werden unseren Kunden die Dienste der dpa durch eine völlig neue technische Infrastruktur besser und schneller anbieten können", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der größten deutschen Nachrichtenagentur, Malte von Trotha, bei der Jahres-Pressekonferenz des Unternehmens am Mittwoch in Hamburg. "Gleichzeitig werden wir die Produkte der dpa darauf hin untersuchen, ob sie den Bedürfnissen ihrer Abnehmer noch gerecht werden oder ob Anpassungen notwendig sind", kündigte von Trotha an. Ein seit 2002 begonnenes Restrukturierungsprogramm der redaktionellen Arbeitsabläufe in den Landesdiensten mit erheblichen Einsparungen vor allem im Personalbereich sei bereits erfolgreich abgeschlossen. "2005 war ein gutes Jahr für die dpa", sagte von Trotha.

    "Wir konnten in einem relativ stabilen Markt wichtige Projekte wie die Arbeit an einem komplett neuen Redaktionssystem und die grundlegende Neuausrichtung der Arbeitsabläufe in den Zentralressorts vorantreiben", sagte von Trotha. Insgesamt habe die dpa ihren Umsatz erstmal seit fünf Jahren auf rund 94,7 Millionen Euro (2004: 94,0) steigern können. Der Jahresüberschuss habe bei 2,1 Mio. Euro (1,6) gelegen, die Zahl der Beschäftigten sei im Jahresschnitt auf 784 (816) zurückgegangen. "Gleichzeitig wissen wir, dass sich die Rolle der Agentur in einem von weiter sinkenden Tageszeitungs-Auflagen geprägten Umfeld nicht auf die des Zuschauers beschränken kann. Wir werden zeigen, dass dpa mehr als 'die Nachricht' ist", sagte von Trotha

    In den kommenden Jahren genieße beispielsweise das Projekt NPI (Neue Produktions-Infrastruktur) und damit die vollständige Ablösung des bisherigen Redaktionssystems intern höchste Priorität. "Eng verzahnt damit geht die Organisation der redaktionellen Arbeit in der Zentrale nach einem Newsdesk-Modell weiter voran. Speziell das letztgenannte Thema hat in der dpa-Belegschaft 2005 zu Mutmaßungen über einen angeblichen Umzug der dpa geführt. Deshalb betone ich heute noch einmal: Standortentscheidungen stehen bis auf weiteres nicht an", sagte von Trotha, der im Oktober 2005 in die Geschäftsführung eingetreten war und zum Jahreswechsel deren Vorsitz übernommen hatte.

    Mit Blick auf die Veränderungen in den redaktionellen Arbeitsabläufen verwies Chefredakteur Wilm Herlyn auf den seit 1. Juni des laufenden Jahres installierten Newsdesk in der Hamburger Zentrale. "In Phase eins der Verwirklichung rücken die Entscheidungsträger in den Ressorts räumlich näher zusammen. Flankiert wird dies durch die Arbeit einer Wort-Bild-Koordinatorin, einer neuen Funktion bei dpa", sagte Herlyn. Sie sitze mit den Chefs vom Dienst mit am Newsdesk als der zentralen Steuerungseinheit und habe die Abstimmung zwischen der Bild-Zentrale in Frankfurt/Main und der Wortzentrale in Hamburg spürbar verbessert.

    Eine leistungsfähige Videokonferenz-Anlage ermöglicht nach Herlyns Worten kurzfristige Absprachen zwischen Hamburg, Berlin und Frankfurt, aber auch mit den wichtigen anderen dpa-Standorten von München bis Brüssel. "Wir werden nun Erfahrungen sammeln und für Phase zwei des Projektes unter anderem prüfen, ob etwa Dokumentation, Grafik oder dpa-infocom im Großraum präsenter sein sollten", sagte Herlyn.

    Aktuell liefere dpa rund um die Weltmeisterschaft ein "in Qualität und Quantität konkurrenzloses redaktionelles Angebot in Wort, Bild, Grafik und Ton", sagte Herlyn: "Wir haben vor mehr als einem Jahr mit den Vorbereitungen für dieses Großereignis begonnen, jetzt können unsere Kunden die Früchte dieser Anstrengungen ernten." Das eigens eingerichtete WM-Büro in Berlin arbeite von Beginn der WM an ressortübergreifend für alle Nachrichtendienste. "Es ist damit ein Beispiel für die Arbeitsweisen, die wir auch mit dem Newsdesk-Modell hier in Hamburg anstreben", sagte Herlyn.

    Michael Segbers, als Geschäftsführer verantwortlich für den Vertrieb der dpa-Dienste, wies auf den Start eines neuen Portals der dpa für Kunden außerhalb des Medienbereichs zum 1. September 2006 hin. "Zum ersten Mal können die Kunden unserer Selektionsangebote auf einer Internet-Plattform das Nachrichtenmaterial für ihr Profil gezielt abrufen und administrieren. Zugleich haben sie die Möglichkeit, auf das Archiv der dpa zuzugreifen und dort zu recherchieren", sagte Segbers. Die Plattform werde unter www.portal-dpa.com zugänglich sein.

    Segbers verwies auch auf die weiterhin positive Resonanz des Marktes auf die Veränderungsbereitschaft der dpa. "Wir stehen im intensiven Austausch mit unseren Kunden und sehen, dass dieser Dialog honoriert wird", sagte Segbers. So gebe es zum jetzigen Zeitpunkt keine Zeitung in Deutschland, die nicht als Kunde redaktionelle Angebote der dpa-Gruppe beziehe. Zugleich sei es gelungen, etwa bei den Privatsendern einen deutlichen Umsatzanstieg zu erzielen. Auf dem Markt der Unternehmen und politischen Organisationen könne die dpa nach zwei schwierigen Jahren 2005 ebenfalls ein klares Umsatzwachstum ausweisen. "Es bleibt eine unserer wichtigsten Aufgaben, die Interessen der klassischen dpa-Kunden optimal zu bedienen, ohne die Bedürfnisse neuer Märkte aus den Augen zu verlieren", sagte Segbers.

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