dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

dpa: Stärkstes Wachstum seit Jahren

    Hamburg (ots) - Die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH hat im vergangenen Jahr das seit Jahren stärkste Wachstum erreicht. Trotz eines verschärften Wettbewerbs zwischen den Nachrichtenagenturen stieg der Umsatz um 5,2 Prozent (Vorjahr1,3 Prozent) oder 10,3 Mio Mark auf 208,5 Mio Mark. Der Jahresüberschuss 2000 (nach Steuern) betrug 6,757 Mio Mark (Vorjahr 1,33 Mio Mark). In der dpa-Gruppe stieg der Umsatz um 8,5 Prozent auf 236,2 Mio Mark. "Dieses Rekordjahr ist Grund genug zur Freude, aber nicht zum Ausruhen", sagte der Vorsitzende der dpa-Geschäftsführung, Walter Richtberg, am Mittwoch bei der Vorlage des Geschäftsberichts vor Journalisten in Hamburg. Die Investitionen des Unternehmens gingen im vergangenen Jahr auf 7,2 Mio Mark (Vorjahr 10,3 Mio Mark) zurück. Der Cash-flow erhöhte sich von 15,2 Mio Mark auf 17,3 Mio Mark.

    "Die Zahlen verdanken wir einem stabilen Kerngeschäft, verbunden mit überdurchschnittlichen Erfolgen beim Kostenmanagement sowie neuen Kundengruppen", betonte Richtberg. Zweistellige prozentuale Umsatzzuwächse konnten nach seinen Worten bei den Online-, den Auslands-, den Selektions- und den Grafikdiensten erzielt werden. Das klassische Geschäft mit dem Basisdienst und den Landesdiensten wuchs um ein Prozent. Weiterhin positiv entwickelten sich auch die Erträge im Bildbereich. "Erstmals gelang es im Jahr 2000, die traditionelle Unterdeckung abzubauen und schwarze Zahlen zu schreiben", sagte Richtberg.

    Gute Zahlen lieferten auch die Tochtergesellschaften - allen voran die news aktuell GmbH, die ihr Ergebnis fast verdoppeln konnte. Richtberg hob ferner die Fotoagentur Zentralbild GmbH und die gms Global Media Services GmbH hervor. Insgesamt habe das wirtschaftliche Gewicht von Tochterunternehmen weiter zugenommen. Die Beschäftigtenzahl habe sich in der dpa-Gruppe von 1096 auf 1129 erhöht.

    dpa-Chefredakteur Wilm Herlyn wies auf umfangreiche Verbesserungen der Berichterstattung hin und hob unter anderem das positive Echo der Kunden zur Regionalisierung der Landesdienste hervor. Auch die Neuorganisation der Sportberichterstattung in Ost- und Mitteldeutschland habe der Markt begrüßt. "Qualität ist unser wichtigstes Ziel - in allen redaktionellen Bereichen", betonte Herlyn. Dazu gehöre auch eine behutsame Modernisierung der Sprache. Neu sei der dpa-Reportagedienst für die Printmedien, mit dem die Agentur dem Wunsch vieler Kunden nach der "Seite-3-Geschichte" nachkomme. Als wichtigste strukturelle Veränderung in den vergangenen Monaten bezeichnete Herlyn den Wechsel des Basisressorts Politik Deutschland von Hamburg nach Berlin.

    Zufrieden zeigten sich Richtberg und Herlyn darüber, dass der Auftragsbestand so hoch wie nie zuvor sei. Die weit überwiegende Zahl der dpa-Bezieher aus dem Bereich der Zeitungen und des Rundfunks habe Drei- oder Fünfjahresverträge abgeschlossen. Dennoch beobachte dpa sehr aufmerksam den Wettbewerb. "Fast alle versuchen, dem Marktführer ein Bein zu stellen", meinte Richtberg.

    Gezielt ausgebaut werde weiterhin das redaktionelle Angebot der Online-Dienste. Vor knapp einem Jahr wurde die Kompetenz der Online-Redaktion in der dpa-info.com GmbH gebündelt. Inzwischen umfasst das Angebot rund zehn verschiedene Dienste - von dpa-InfoLine, dem Online-Basisdienst, bis zum neuesten Produkt, dem Wirtschaftsmodul dpa-EcoLine. Auch sei die Produktion von interaktiven Web-Grafiken ausgebaut worden. "Im zweiten Halbjahr 2001 werden die noch bestehende Lücke in unserem Multimedia-Angebot schließen und einen Web-TV-Dienst anbieten", kündigte Richtberg an.

    Trotz der allgemeinen Eintrübungen im Internetbereich sei auch das jetzige Geschäftsjahr gut angelaufen. Im Vordergrund stehe weiterhin das Bemühen, die Preiswürdigkeit des Angebots im Kerngeschäft auszubauen, neue Dienste auch für die Medien zu entwickeln und gleichzeitig im Bereich der Nichtmedien die Erlöse zu steigern.

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