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dpa-Korrespondent Landwehr erhält "Liberty Award" (mit Bild)

Der China-Korrespondent der Nachrichtenagentur dpa, Andreas Landwehr, freut sich am Donnerstag (17.0.2011) in Berlin über den ihm verliehenen Liberty Award. Seit 2007 würdigt Reemtsma mit der Auszeichnung den herausragenden Einsatz von deutschsprachigen Auslandskorrespondenten für Freiheit und Menschenrechte. Foto: Soeren Stache dpa/lbn (zu dpa 2023 vom 17.03.2011)  +++(c) dpa - Bildfunk+++
Der China-Korrespondent der Nachrichtenagentur dpa, Andreas Landwehr, freut sich am Donnerstag (17.0.2011) in Berlin über den ihm verliehenen Liberty Award. Seit 2007 würdigt Reemtsma mit der Auszeichnung den herausragenden Einsatz von deutschsprachigen Auslandskorrespondenten für Freiheit und... mehr

Berlin (ots) - Der China-Korrespondent der dpa, Andreas Landwehr, hat den Journalistenpreis "Liberty Award" erhalten. Die Jury um RBB-Intendantin Dagmar Reim, Journalist Hajo Schumacher und Focus-Herausgeber Helmut Markwort lobte: "Landwehr ist ein Held des Alltags." Seit 18 Jahren sei er für Freiheit und Menschenrechte im Einsatz. Seine Arbeit sei mit großem Risiko verbunden, sagte Jury-Sprecher Joachim Holtz. Landwehrs Risiko sei vor allem "die Täuschung durch Informanten, Behörden und die Polizei und eine ruchlose Konkurrenz."

In seiner Laudatio charakterisierte er Landwehr als einen engagierten Journalisten, der Brillanz zeige "durch seine Meisterschaft auch in der knappen Form, durch die Kürze des Textes, in dem er dennoch Zusammenhänge herstellt, auf frühere Ereignisse, Entwicklungen und Koinzidenzen hinweist, durch eine klare Sprache und präzise Wortwahl." Landwehr, so Holtz weiter, trage "große Verantwortung wegen des Zeitdrucks, unter dem er Texte für viele Redaktionen und Rezipienten verfassen muss, original, korrekt, wahr."

In China gebe es nicht viele deutsche Korrespondenten. Daher sei die dpa für Journalisten eine Art Leitorgan. "Seine Worte und Zitate, seine Daten und Sprach-Bilder und die von ihm dargestellten Kausalitäten und zitierten Aussagen finden sich später bei Abnehmern und Abschreibern wieder. Fehler wären daher unerträglich", sagte Holtz.

Der mit 15 000 Euro dotierte Preis des Tabakunternehmens Reemtsma für herausragende deutschsprachige Auslandskorrespondenten wurde am 17. März in Berlin zum fünften Mal in einem Festakt im Hyatt Hotel am Potsdamer Platz vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören die ARD-Journalisten Stephan Stuchlik und Thomas Roth. Landwehr ist nach Stationen in Hamburg und Washington seit 1993 dpa-Bürochef in Peking. Dabei berichtete er unter anderem über den Tod des politischen Führers Deng Xiaoping, die Rückgabe der ehemaligen britischen Kolonie Hongkong an China, den Ausbruch der Lungeninfektion SARS und über Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo. Für den Preis nominiert waren auch Karin Assmann (Spiegel TV), Wolfgang Bauer (freier Journalist) und Susanne Koelbl (Der Spiegel).

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