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23.05.2006 – 11:30

Capital, G+J Wirtschaftsmedien

Capital' ermittelt erstmals, wie viel die 100 reichsten Familien und Unternehmer in Deutschland an Dividende kassieren: Rekordausschüttung von 1,72 Milliarden Euro in diesem Jahr

    Köln (ots)

Neuer Zündstoff für aktuelle Debatte über die Einkünfte der deutschen Wirtschaftselite / Quandt-Clan, Großfamilie Haniel und Familie Merckle bilden das Spitzen-Trio / Acht der großen Stiftungen kassieren zusammen 355 Millionen Euro

    Köln, 23. Mai 2006 - Private Großaktionäre profitieren stark von den gestiegenen Dividenden deutscher Aktiengesellschaften. Wie das Wirtschaftsmagazin 'Capital' in seiner aktuellen Ausgabe (Heft 12/2005, EVT 24. Mai 2006) berichtet, erhalten in diesem Jahr die durch Dividendenzahlungen 100 bestverdienenden Familien und Unternehmer insgesamt eine Ausschüttung von 1,72 Milliarden Euro. 35 Familien und Unternehmer davon kassieren jeweils mehr als zehn Millionen Euro.

    An der Spitze der 'Capital'-Rangliste steht mit Susanne Klatten sowie Stefan und Johanna Quandt die Familie Quandt, die aus ihren Beteiligungen am Autobauer BMW und dem Pharma- und Chemiekonzern Altana eine Gewinnbeteiligung von rund 263 Millionen Euro zieht. Johanna Quandt, die Witwe des 1982 verstorbenen Industriellen Herbert Quandt, bekommt von BMW knapp 67 Millionen Euro, ihr Sohn Stefan gut 69 Millionen. Tochter Susanne Klatten, die sowohl an BMW wie Altana beteiligt ist, erhält eine Dividende von insgesamt 127 Millionen Euro.

    Die weiteren Familien mit hohen Dividenden-Einkünften sind laut 'Capital' beispielsweise Haniel (Metro, Celesio, Anzag, Takkt) mit 141 Millionen Euro, Merckle (HeidelbergCement, Kässbohrer) mit 112 Millionen Euro, die Familien Merck und Baumhauer des Pharma- und Chemieunternehmens Merck mit 106 Millionen Euro, die Teilfamilie Herz (Beiersdorf) mit 72 Millionen Euro, die Familie Wacker (Wacker Chemie) mit knapp 69 Millionen Euro, die Großfamilie Siemens mit 66 Millionen Euro oder die Familien Henkel und Woeste des Konsumgüter-Konzerns Henkel mit 58 Millionen Euro. Hasso Plattner, einer der SAP-Gründer, erhält 43 Millionen Euro, Friede Springer 30 Millionen Euro, Erich Sixt 7,3 Millionen Euro und Ralph Dommermuth, Gründer und Chef von United Internet, knapp sechs Millionen Euro.

    Von den steigenden Gewinnen deutscher Unternehmen profitieren auch einige bedeutende Stiftungen. So kann die Bertelsmann Stiftung mit mehr als 110 Millionen Euro rechnen, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung erhält 85 Millionen Euro und die Stiftungen der SAP-Gründer Dietmar Hopp, Hasso Plattner und Klaus Tschira kommen gemeinsam auf Dividenden-Einkünfte in Höhe von 70 Millionen Euro.

    Für Rückfragen: Rüdiger Jungbluth, Redaktion 'Capital', Tel. 0178 / 562 92 48

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