Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Capital, G+J Wirtschaftsmedien

18.10.2017 – 10:45

Capital, G+J Wirtschaftsmedien

Fosun peilt Zukäufe in Deutschland an

Berlin (ots)

Chinesischer Mischkonzern will gezielt im Ausland investieren / Fokus auf intelligente Fertigung / Fosun Chairman Guo: Deutsche Unternehmen haben "einzigartige Fähigkeiten"

Berlin, 18. Oktober 2017 - Trotz des jüngsten Warnschusses der chinesischen Regierung will der Mischkonzern Fosun weiter im Ausland zukaufen und auch in Deutschland expandieren. Eines der Herzstücke künftiger Akquisitionen werde unabhängig von der Branche der Bereich intelligente Fertigung sein, sagte Fosun-Chairman Guo Guangchang dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 11/2017, EVT 19. Oktober). "Deutsche Unternehmen haben in dieser Hinsicht einzigartige Fähigkeiten, während chinesische Unternehmen reiche Erfahrung in China und einen riesigen Markt bieten. Insofern bietet die Zusammenarbeit sehr viele Chancen für beide Seiten", fügte Guo hinzu.

Fosun ist eines der größten privaten Firmenkonglomerate Chinas und gehört zu jenen Konzernen, die wegen ihrer aggressiven Investitionen im Ausland zuletzt ins Visier der chinesischen Behörden geraten waren. Daher bemüht sich Fosun derzeit, die Unsicherheiten über künftige Auslandsengagements zu zerstreuen. Zugleich macht die Konzernführung deutlich, dass die Zeit des wilden Kaufrausches vorbei ist. Investitionen und anorganisches Wachstum seien nur ein Mittel der Entwicklung, sagte Gründer und Chairman Guo gegenüber 'Capital'. "Wir verfolgen auch internes Wachstum, indem wir Forschung und Entwicklung intensivieren und Innovationen fördern."

Als Signal an potenzielle Partner und Übernahmekandidaten, dass der Konzern aus Shanghai sein Interesse an Europa nicht verloren hat, fand Ende September in München auch der "Fosun European Summit" statt. Veranstalter war die Privatbank Hauck & Aufhäuser, die im vergangenen Jahr von Fosun übernommen wurde und nun bei den M&A-Aktivitäten des Konzerns in Deutschland und Europa eine entscheidende Rolle spielt. An der Konferenz in München nahmen auch Chairman Guo und weitere Fosun-Spitzenvertreter teil. Guo diskutierte mit Unternehmensberater Roland Berger über "Win-Win-Strategien" für deutsche und chinesische Firmen im Rahmen der "One Belt, one Road"-Initiative, eines Prestigeprojekts von Staats- und Parteichef Xi Jinping.

Zu den Unternehmen im Fosun-Portfolio zählen unter anderem der Tourismuskonzern Club Med, der portugiesische Versicherer Fidelidade und der Cirque du Soleil. In Deutschland ist der Mischkonzern am Mode-Label Tom Tailor und an der Abwicklungsplattform Frankfurter Leben beteiligt. Vor Kurzem hat ein Fosun-Joint-Venture zudem die Mehrheitsübernahme des bayerischen Auto¬zulieferers Koller abgeschlossen.

Pressekontakt:

Thomas Steinmann, Redaktion 'Capital',
Tel. 030 /220 74-5119,
E-Mail: steinmann.thomas@capital.de
www.capital.de

Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Capital, G+J Wirtschaftsmedien