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Capital-Rechnung zu den wirtschaftlichen Folgen des Terrorangriffs / "Worst-Case": Weltweiter Konjunkturaufschwung verzögert sich bis Frühjahr
2002 nur 0,7 Prozent Wachstum

    Köln (ots) -

    "Best Case": Deutsche Wirtschaft legt 2002 um 2,6 Prozent zu /
    Euro sinkt auf 80 US-Cent
    
    Die Terrorakte in den USA sind für die Weltwirtschaft weit weniger
dramatisch als von vielen Experten befürchtet. Vorausgesetzt, der
Konflikt bleibt unter Kontrolle und eskaliert nicht in einen
Weltkrieg, droht der Weltwirtschaft selbst im schlimmsten Fall nicht
einmal ein Jahr Stillstand. Das zeigt eine fundierte ökonometrische
Berechnung, die Europas größtes privates
Wirtschaftsforschungsinstitut Feri AG in Bad Homburg exklusiv für das
Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 20/2001, EVT 20. September)
vorgenommen hat.
    
    Danach geraten Deutschland und die USA im "Worst-Case-Szenario" in
eine milde Rezession, die bis zum ersten Quartal 2002 andauert. Dabei
sind ein Ölpreis von 40 Dollar unterstellt, ein Einbruch bei
US-Konsum und Investitionen sowie eine Vertrauenskrise in den Dollar.
Trotzdem gibt es dank der kräftigen Zinssenkungen im Frühjahr 2002
einen kräftigen Aufschwung, der sich bis zum Jahresende noch
verstärkt. Für das Gesamtjahr ergibt das Feri-Szenario deshalb trotz
des Einbruchs am Ende noch 0,7 Prozent Wachstum, sowohl in den USA
als auch in Deutschland.
    
    So zynisch es klingt: Im günstigsten Fall kann der Terrorangriff
sogar zum Konjunkturprogramm werden. Dabei unterstellt Feri einen
Ölpreis von 22 Dollar, einen auf 80 Euro-Cent erstarkten Dollar und
eine Trotzreaktion der amerikanischen Verbraucher und Investoren.
Dadurch gewinnen die neuen Zinssenkungen an Durchschlagskraft, und
die Konjunktur springt sowohl in den USA als auch in Deutschland
bereits im vierten Quartal an. Für das Gesamtjahr 2002 erwartet Feri
im "Best-Case-Szenario" ein Wachstum von 2,7 Prozent in den USA und
2,2 Prozent in Deutschland.
    
    
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