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Mut beim Gehaltspoker zahlt sich aus
'Capital': Das Jahr 2001 ist ein gutes Jahr für Gehaltsverhandlungen

    Köln (ots) - Bisher verzichten nach Ansicht von Experten etwa ein
Drittel der Arbeitnehmer auf mehr Geld, weil sie Angst davor haben,
mit ihrem Chef über Gehalt zu verhandeln. Wie das Wirtschaftsmagazin
'Capital' in seiner neuesten Ausgabe berichtet, ist diese Angst
unbegründet: Arbeitnehmer bleiben in den meisten Fällen Sieger im
Gehaltspoker. In vielen Gehältern ist noch erheblich Luft für
Einkommenssprünge und immerhin 60 bis 70 Prozent der Gehaltsgespräche
verlaufen positiv für die Beschäftigten. Auch ein Jobwechsel kann den
erwünschten Sprung in eine höhere Gehaltsklasse bewirken. Jobhoppper
erwartet beim Arbeitgeberwechsel oft ein 10 bis 15 Prozent höheres
Gehalt.
    
    Generell bieten sich Arbeitnehmern, die mit ihrem Verdienst
bislang unzufrieden waren, im Jahr 2001 bessere Chancen bei den
Gehaltsverhandlungen. So prophezeit Jochen Kienbaum, Personalberater
der gleichnamigen Unternehmensberatung, gegenüber 'Capital': "2001
wird ein besseres Jahr für Gehälter als 2000". Nach den Einbrüchen an
der Börse blicken die Personalchefs jetzt wieder nach vorne. Trotz
der Krise in der New Economy sind Stockoption-Programme nach Meinung
von Kienbaum kein Auslaufmodell: "Der Trend der Aktienbeteiligung
geht trotz Börsenflaute weiter, weil das Unternehmen dadurch sehr
gute Leute bindet." Als starken Trend sehe er als
Lohn-Nebenleistungen zudem Lebenshilfen wie Gesundheits-Checks oder
Vermögensberatungen. Allerdings spricht sich Kienbaum ganz
entschieden gegen Sonderzahlungen aus: "Ich bin gegen Nasenprämien.
Teilweise würden so die "falschen Leute beschenkt", so Deutschlands
bekanntester Personalberater. "Ich bin für klare Vereinbarungen. Das
heißt, vorher Ziele festlegen und Leistungen objektiv bewerten. Alles
andere ist leistungsfeindlich."  
    
    
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