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'Capital'-Interview mit Media-Saturn-Chef Roland Weise: "Wir haben eine Riesenkraft, Marken aufzubauen"

Hamburg (ots) - Media Markt startet noch dieses Jahr mit Eigenmarken / Deutscher Elektronikhändler will Best Buy als Weltmarktführer ablösen / Langfristig bis zu 1.000 Märkte in China

Media-Saturn wird zum vierten Quartal dieses Jahres erstmals Eigenmarken ins Sortiment aufnehmen. Dies kündigte der Chef des größten europäischen Elektronikhändlers, Roland Weise, im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' an (Ausgabe 7/2010, EVT 17. Juni): "Es werden mindestens zwei sein: eine für weiße Ware, eine für Kleinelektrogeräte. Wir haben eine Riesenkraft, Marken aufzubauen und es werden keine Marken von vorgestern sein, sondern komplett neue, international ausgerichtete Namen."

Die neuen Marken sollen Weise zufolge auch online angeboten werden. Bisher vertreibt die Metro-Tochter, zu der die Handelsketten Media Markt und Saturn gehören, ihre Produkte in Deutschland nicht über das Internet. Wann genau der bereits länger erwartete deutsche Online-Shop starten wird, ließ Weise offen. Derzeit würden noch Erkenntnise aus den Testmärkten Niederlande und Österreich gesammelt.

Die Attacke des amerikanischen Weltmarktführers Best Buy in Europa sieht der 58-Jährige gelassen. "Wir glauben, dass jeder Wettbewerb lokal entschieden wird", sagte Weise. "Ich bin gespannt, wie Best Buy zurechtkommt." Der US-Konzern hatte kürzlich in Großbritannien und der Türkei Märkte eröffnet. "Das Konzept macht uns keine Angst", so Weise. Vielmehr habe Media-Saturn das Ziel, eines Tages selbst die Nummer eins der Welt zu werden.

Wachstumschancen sieht der Manager vor allem in Schwellenländern wie Russland, den Phillippinen oder Malaysia. Ein besonderer Fokus liege auf China. Im Oktober solle der erste Media Markt in Schanghai eröffnen, sagte der Media-Saturn-Chef im 'Capital'-Interview. "Allein Schanghai hat heute ein Marktvolumen von mehr als fünf Milliarden Euro und ein Potenzial wie die Schweiz." Das reiche problemlos für 40 Märkte, ergänzte er. Langfristig sieht Weise in China "Platz für 1.000 Märkte".

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