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'Capital'-Interview mit Nokia-Chairman Olli-Pekka Kallasvuo: Nokia muss beweglicher und schneller werden /"Feuerwerk an neuen Touchsreen-Geräten"
Kein Verkauf von NSN

    Hamburg (ots) - 16. Dezember 2009 - Nokia steht nach den Plänen seines Chairman Olli-Pekka Kallasvuo noch ein erheblicher Wandel bevor. In einem Interview mit dem Wirtschafts-magazin 'Capital' (Ausgabe 1/2010, EVT 17. Dezember) sagte Kallasvuo: Wir müssen, das räume ich ein, beweglicher und schneller werden. Dazu haben wir jetzt unsere Konzern¬strukturen umgebaut. Nokia braucht Wandel, Wandel, Wandel." Mit der Markteinführung von Smartphones mit Touchscreens ist Nokia nach Einschätzung von Kallasvuo spät dran: "Wir hätten damit wirklich früher herauskommen müssen", räumte er gegenüber 'Capital' ein. Aber jetzt sei Nokia in der Lage, viele Handys mit berührungsempfindlichen Displays zu unterschiedlichsten Preisen auf den Markt zu bringen. "Sie werden ein Feuerwerk an neuen Touchscreen-Geräten bei uns sehen", kündigt er an.

    Software und Internet-Dienste sind für den Nokia-Chef "tatsächlich die größte Herausforde¬rung" für das Unternehmen und nicht mehr die Geräte. "Die Märkte für Computer, Handys und das Web verschmelzen." Daraus habe Nokia frühzeitig die Konsequenzen gezogen. Noch gebe es "Defizite bei der Umsetzung", aber daran werde gearbeitet.

    Trotz einer erneuten Milliarden-Abschreibung auf die Beteiligung am Telekom-Ausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) im laufenden Geschäftsjahr will Kallasvuo daran festhalten. "Bei NSN ist die geschäftliche Lage nicht zufriedenstellend." Das Management müsse sich intensiver um die Integration der von Nokia Networks und Siemens zusammengelegten Firmenteile kümmern. "Dabei hat man vielleicht nicht immer die operative Seite zu 100 Pro¬zent im Blick gehabt", konstatiert Kallasvuo. Auf die Frage, ob ein Verkauf von NSN nicht die beste Lösung sei, antwortete Kallasvuo unmissverständlich: "Es gibt keinen Grund, solche Spekulationen anzustellen. Absolut keinen."

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Thomas Wendel, G+J Wirtschaftsmedien,
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