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'impulse'-Zukunftsgipfel auf www.impulse.de/zukunftsgipfel mit Juso-Chefin Drohsel, FDP-Politiker Rösler und Wirtschaftsjunioren-Vorsitzende Kapfer über Mindestlohn und eine gerechte Gesellschaft

    Köln (ots) - 25. März 2008 - Steuerflucht, Mindestlohn, Sozialneid: Welche Modelle einer gerechten Gesellschaft sind überhaupt denkbar? Ist unternehmerfreundliche Politik noch mehrheitsfähig? Darüber haben beim Zukunftsgipfel des Wirtschaftsmagazins 'impulse' sechs junge Aufsteiger aus Wirtschaft und Politik diskutiert. Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel sprach sich dabei für den Mindestlohn aus. "Die Arbeitnehmer mit Niedriglöhnen sind weder faul noch überflüssig - trotzdem vermittelt ihnen ihr Gehaltsscheck genau diese Botschaft", sagte sie. Ohne Mindestlohn drohe die "Spaltung unserer Gesellschaft". Dagegen warnte der Vorsitzende des Verbandes "Die Jungen Unternehmer - BJU", Dirk Martin: "Der Mindestlohn ist kontraproduktiv und süßes Gift für Arbeitnehmer." Der Zukunftsgipfel läuft im Internet mit Videobotschaften, Statements und einem Debattenforum weiter unter www.impulse.de/zukunftsgipfel.

    In der Runde saßen neben Drohsel und Martin der niedersächsische FDP-Fraktionsvorsitzende Philipp Rösler, Jan Korte, Bundestagsabgeordneter der Linkspartei, Anja Kapfer, Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren sowie Carsten Röttgers, Vorsitzender der Handwerksjunioren. Eine leidenschaftliche Debatte entwickelte sich besonders am Streitthema Mindestlohn. Einheitlich war die Ablehnung im Lager der Jungunternehmer allerdings nicht. Handwerksjunioren-Chef Röttgers verwies auf positive Erfahrungen des Malerhandwerks mit Mindestlöhnen. Diese müssten aber immer "zwischen den Sozialpartnern ausgehandelt werden und sich flexibel auf Regionen und Branchen anpassen".

    Die Wirtschaftsvertreter in der Runde äußerten die Sorge, dass die aktuellen Debatten um Managergehälter, Subventionsgier und Steuerflüchtlinge das Ansehen von Unternehmern nachhaltig beschädigen. "Es ist frustrierend: Man kämpft über Jahre für ein positives Unternehmerbild, engagiert sich ehrenamtlich, redet über Verantwortung der Wirtschaft - und dann kommen ein paar schwarze Schafe und bringen mit ihrer persönlichen Gier unsere ganze Branche in Misskredit", sagte Kapfer von den Wirtschaftsjunioren. Der Linkspartei-Abgeordnete Korte stellte sich gegen die Einschätzung, dass lediglich Einzelfälle ans Tageslicht gekommen seien, und sprach von einem "Systemdefekt": "Hier wird mal wieder die Maßlosigkeit deutlich, die sich in der Wirtschaft festgesetzt hat." Der FDP-Politiker Rösler forderte alle Parteien auf, die "Klassenkampf-Zitate" gegen Wirtschaftsführer schnellstens einzustellen: "Gerade der Mittelstand leistet enorm viel - hier bloße Profitgier zu unterstellen zeugt von großem Unverständnis."

    Die Idee eines Gipfelgesprächs entstand in der 'impulse'-Redaktion. "Wir wollen wissen: Wie ticken die jungen Unternehmer und Politiker in unserem Land?", sagt impulse-Politikchef Dirk Horstkötter. Die Redaktion werde die Diskussion online begleiten, in Zwischenberichten zusammenfassen und auch die sechs Gipfelteilnehmer um kontinuierliche Einmischung bitten. Horstkötter: "Wir sind gespannt, wohin uns die Debatte führt."

Pressekontakt:
Dirk Horstkötter, Hauptstadtbüro 'impulse', Tel. 030/202 24-293,
E-Mail: horstkoetter.dirk@impulse.de, www.impulse.de/zukunftsgipfel
oder
Sebastian Callies, Redaktion 'impulse', Ressortleiter Computer, Tel.
030/4908-290, E-Mail: callies.sebastian@impulse.de

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