Verlagsgruppe Handelsblatt

60 Jahre Handelsblatt: Meilensteine der Geschichte

    Düsseldorf (ots) - Am 16. Mai 1946 erscheint mit der Handelsblatt-Ausgabe Nr.1/1946 in Düsseldorf die erste deutsche Wirtschaftszeitung nach dem 2. Weltkrieg. Aufmacherthema ist die Versorgung der Bevölkerung. Die notwendige Lizenz für die Herausgabe einer Zeitung überträgt die britische Militärbehörde dem Journalisten Dr. Herbert Gross, der bis 1942 als deutscher Wirtschaftskorrespondent in den USA gearbeitet hat. Erster Chefredakteur wird der Wirtschaftsjournalist Dr. Friedrich Vogel (1902-76). Presselizenzen sind in dieser Zeit an Papierkontingente gebunden: Dem Handelsblatt wird ein Kontingent für wöchentlich 8 Seiten in einer Auflage von 10.000 Exemplaren zugestanden.

    60 Jahre später: Das Handelsblatt ist die größte Wirtschafts- und Finanzzeitung in deutscher Sprache. Verändert hat sich aber nicht nur die Zeitung: "Wohl kaum ein publizistisches Berufsbild hat sich so stark gewandelt wie das des Wirtschaftsjournalisten", sagt Handelsblatt-Chefredakteur Bernd Ziesemer. "Anstelle des Spezialisten, der einstmals in verschraubtem Fachjargon Neuigkeiten aufbereitete, tritt heute der moderne Blattmacher. Wo man sich früher aufs Faktische konzentrierte, darf es jetzt gerne menscheln. Wer einst brav die Wirtschaft erklärte, soll sie heute analysieren - möglichst mit Blick darauf, wie es weitergeht. Moderne Wirtschaftsjournalisten sind daher Spezialisten im Wissen, aber Generalisten in der Darstellung. Die Wirtschafts- und Finanzzeitung Handelsblatt hat sich darauf eingestellt. Moderne Bildsprache, akkurate und engagierte Schreibe, das ist die Richtschnur."

    Bereits Ende der 40er Jahre baut das Handelsblatt sein Angebot aus, erhöht die Erscheinungsfrequenz auf drei Ausgaben wöchentlich und erweitert die internationale Berichterstattung: die ersten Korrespondenten berichten aus dem europäischen Ausland. 1956 hat das Handelsblatt seine Verbreitung auf den gesamten deutschen Sprachraum ausgedehnt und sich zur führenden deutschen Wirtschaftszeitung entwickelt. Seit 1959 erscheint die Zeitung börsentäglich. 1970 ist ein weiteres wichtiges Jahr in der Handelsblatt-Geschichte: Das Handelsblatt übernimmt seinen langjährigen Konkurrenten Industriekurier. Die verbreitete Auflage der vereinigten Blätter steigt auf 70.000 Exemplare. Altverleger Friedrich Vogel verkauft zunächst einen Teil seiner Anteile am Handelsblatt an Georg von Holtzbrinck, verliert 1970 die Mehrheit und gibt später weitere Anteile an von Holtzbrinck ab.

    Am 4. Juli 1983 ist für das Handelsblatt das Ende der "Bleizeit" gekommen. Das neue Offset-Druck-Verfahren und der Druck der Zeitung im zentral gelegenen Druck- und Verlagshaus Neu-Isenburg bei Frankfurt bringen dem Handelsblatt einen willkommenen Aktualitätsgewinn. Das kleinere rheinische Format weicht dem nordischen Format. Im Jubiläumsjahr 1986 erreicht die Auflage des Handelsblatt 125.000 Exemplare.

    Den ersten professionellen Relaunch der Zeitung gestaltet der amerikanische Zeitungsdesigner Mario Garcia 1994. Unter seiner Regie findet auch der zweite umfassende Relaunch 1999 statt: Mit einem neuen Corporate Design, einem frischeren Layout und erweiterten redaktionellen Inhalten gelingt es, neue Zielgruppen zu erschließen und gleichzeitig den traditionellen Markenkern - die journalistische Kompetenz und den hohen Nutzwert der Information - zu stärken. Begleitet wird der Relaunch von einer mehrfach preisgekrönten Kampagne mit dem Claim "Substanz entscheidet", auf den die Zeitung in ihrem werblichen Auftritt heute wieder setzt.

    Seit 1995 bietet "Handelsblatt News am Abend" Geschäftsreisenden unterwegs einen hochwertigen Informationsservice. Redaktionsschluss der digital produzierten Nachmittagszeitung ist 14.00 Uhr, bereits zwei Stunden später hält der Leser die gedruckte Ausgabe in seinen Händen. Die Handelsblatt News am Abend-Redaktion liefert börsentäglich aktuelle Nachrichten aus Wirtschaft und Politik, von Unternehmen und Märkten sowie den Finanzplätzen der Welt und bietet in den Ressorts "Auszeit" und "Panorama" Unterhaltung und Lifestyle.

    In den 90er Jahren wird auch der Grundstein für den Online-Auftritt gelegt: Bereits 1996 /1997 gibt es eine regelmäßig aktualisierte Website, auf der zunächst einzelne Handelsblatt-Texte online veröffentlich werden. 1999 geht dann "Handelsblatt-Interaktiv" an den Start und 2001 folgt Handelsblatt.com. Heute erreicht das Handelsblatt mit seinem Internetangebot 448.000 Nutzer pro Woche. Verschiedene mobile Dienste ermöglichen es dem User, auch unterwegs immer auf dem neusten Stand der Dinge zu bleiben. Das Online-Archiv Handelsblatt.biz mit zahlreichen zusätzlichen Services, Weblogs, u.a. der Handelsblatt-Korrespondenten www.handelsblatt.com/global-reporting, Audioangebote, ein Wirtschaftswiki und ein eigenes Business-Netzwerk www.handelsblatt.net machen die Online-Präsenz zum wichtigsten deutschsprachigen Angebot für Wirtschafts- und Finanzinformationen im Internet.

    Heute positioniert sich das Handelsblatt als überregionale Tageszeitung mit Schwerpunkt Wirtschaft. Rund 200 Redakteure und Korrespondenten weltweit stehen für einen kritisch-analytischen Journalismus, der nationale und globale Berichte exklusiv und aktuell recherchiert und analysiert. Handelsblatt-Leser sind Entscheider und Meinungsführer der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft. Bei einer verkauften Auflage von 143.986 Exemplaren (IVW I/2006) erreicht die Zeitung mehr als eine halbe Millionen Leser (ma II/2005). Seit November 2005 präsentiert sich das Handelsblatt in neuer Form: Erweiterte Unternehmens- und Branchenbericht-erstattung, neue Schwerpunktthemen, ein innovativer Finanzteil im Tabloidformat und eine neue Optik prägen den Auftritt der Zeitung. Das Handelsblatt bietet jetzt noch mehr Mittelstand und Unternehmenspraxis und bereitet zudem Themen aus Geistes- und Naturwisschenschaften für Wirtschaftsentscheider auf. Beilagen zu den Themen Karriere, Lifestyle und Reisen sowie Golfen und Segeln ergänz en die Wirtschafts- und Finanzberichterstattung.

    Handelsblatt

    Das Handelsblatt ist die größte Wirtschafts- und Finanzzeitung in deutscher Sprache. Rund 200 Redakteure, Korrespondenten und ständige Mitarbeiter rund um den Globus sorgen für eine aktuelle, umfassende und fundierte Berichterstattung. Für Entscheider zählt die börsentäglich erscheinende Wirtschafts- und Finanzzeitung heute zur unverzichtbaren Lektüre: Laut Leseranalyse Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung (LAE) 2005 erreicht das Handelsblatt 289.000 Entscheider, das sind 12,6 Prozent.

    Hinweis für Redaktionen:

    Bildmaterial von Handelsblatt-Titeln aus verschiedenen Zeiträumen ist auf Wunsch erhältlich bei der Unternehmenskommunikation der Verlagsgruppe Handelsblatt.

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