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M&A-Jahr 2005 in Deutschland: Deutlicher Aufschwung

    Düsseldorf (ots) - Gute Nachrichten vom deutschen M&A-Markt: Ende letzten Jahres hinkte man hierzulande dem Trendsetter USA noch allzu deutlich hinterher, wie die M&A REVIEW in ihrer Januar-Ausgabe berichtet, doch schon Mitte 2005 war ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen. Für die ersten elf Monate des Jahres 2005 verzeichnet die M&A DATABASE der Universität St. Gallen 1.438 Transaktionseinträge mit deutscher Beteiligung - das sind nur 50 weniger als im Gesamtjahr 2004 und das, obwohl der Dezember traditionsgemäß immer der stärkste M&A-Monat des Jahres ist. Zum Vergleich: in den ersten elf Monaten des Jahres 2004 verzeichnete die M&A DATABASE nur 1.230 Einträge mit deutscher Beteiligung. Derzeit liegt die Steigerung bei den Transaktionszahlen also bei 17% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und damit wieder auf dem Niveau des Jahres 2003.

    Besonders auffällig ist der Trend zur Größe. Die zehn größten in der M&A DATABASE erfassten Deals mit deutscher Beteiligung zwischen Januar und November 2005 bringen es auf ein Gesamtvolumen von über 56 Mrd. Euro. Das ist mehr als doppelt so hoch wie der Wert der Top Ten des Gesamtjahres 2004. Einen nicht unbedeutenden Anteil an dieser Volumensteigerung hat ohne Zweifel der Mega-Deal UniCredito-HVB mit einem Volumen von mindestens 16,5 Mrd. Euro. Die Italiener müssen aller Voraussicht nach auch noch die freien Aktionäre der HVB-Töchter in Wien und Warschau abfinden. Das könnte noch einmal 3,5 Mrd. Euro kosten. Aber auch ohne die Übernahme der HVB durch die italienische UniCredito gab es in 2005 bisher sechs Deals mit einem Wert über 4 Mrd. Euro. Das ist ein beachtlicher Zuwachs.

    Treiber des M&A-Marktes sind nach wie vor Finanzdienstleister und hier vor allem Private Equity-Gesellschaften, Hedge Fonds und Investmentbanken. Gleichzeitig bekommen diese Käufergruppen aber immer stärkere Konkurrenz durch die wieder auf der M&A-Bühne erscheinenden Strategen, die in bestimmten Sektoren aufgrund realisierbarer Synergiepotenziale höhere Preise zahlen können als die Finanzinvestoren. Da jedoch mit einer steigender Anzahl potenzieller Target-Unternehmen zu rechnen ist, wird das Angebot auf dem M&A-Markt aller Voraussicht nach für sämtliche Marktteilnehmer ausreichen.

    Mag den deutschen Verbrauchern auch noch immer die Lust am Kaufen fehlen, von den Unternehmen lässt sich dies nicht behaupten. Neben einem Anstieg der Transaktionszahlen ist vor allem die Zunahme so genannter Mega-Deals bemerkenswert. Weiter geht der Trend zu grenzüberschreitenden Transaktionen, wobei die osteuropäischen Länder für deutsche Unternehmen keine größere Rolle zu spielen scheinen, sondern vielmehr die USA sowie die direkten Nachbarn Schweiz und Österreich. Der weltweite M&A-Boom hat inzwischen auch Deutschland erfasst und bei einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung besteht durchaus Hoffnung, das diese Entwicklung anhält.

    Über die M&A REVIEW:

    Die M&A REVIEW ist die Zeitschrift, die seit 1990 als erste im deutschsprachigen Raum das spannende Geschehen von Mergers and Acquisitions fachlich fundiert aufbereitet. Monat für Monat informiert die M&A REVIEW über aktuelle Top Deals und strategische Allianzen. Gegliedert nach Branchen, wird das neueste M&A-Geschehen analysiert. Fachbeiträge von namhaften Autoren aus der M&A-Szene zeigen die wichtigsten Trends der Branche. Fallbeispiele geben konkreten Einblick in die M&A-Praxis. Neue rechtliche Aspekte, wichtige Termine und Literaturangaben runden das kompetent recherchierte und übersichtlich strukturierte Angebot der M&A REVIEW ab.

    Über die M&A DATABASE:

    In der M&A DATABASE erfasst die Redaktion der M&A REVIEW jeden Monat aktuelle Unternehmenskäufe, -verkäufe, -fusionen und -beteiligungen, an denen mindestens ein Unternehmen aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich beteiligt ist. Die M&A DATABASE enthält Datensätze zu allen bekannten abgeschlossenen Transaktionen seit dem Jahre 1985 - insgesamt über 60.000 Datensätze. Damit bietet Ihnen die M&A DATABASE die umfassendsten M&A-Informationen für den deutschsprachigen Raum.

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