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Holger Jung und Jean-Rémy von Matt: Aufnahme in die "Hall of Fame der deutschen Werbung"

    Berlin (ots) -

    - Redaktionelle Sperrfrist 20.00 Uhr -

    Holger Jung und Jean-Rémy von Matt, Gründer und
Geschäftsführer der Hamburger Kreativagentur Jung von Matt (JvM),
sind heute in die "Hall of Fame der deutschen Werbung" aufgenommen
worden. Die Hall of Fame ist im vergangenen Jahr von der
WirtschaftsWoche ins Leben gerufen worden.
    
    Stefan Baron, Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins und
Vorsitzender der Jury, überreichte den beiden Top-Werbern die Trophäe
im Rahmen einer  Festveranstaltung in der Alten Nationalgalerie auf
der Museumsinsel in Berlin. "Jung und von Matt haben die deutsche
Werbung besser und sich damit um sie verdient gemacht", begründete
Baron die Wahl der beiden Hamburger Agentur-Manager.
    
    Bei der exklusiven Feier, einem Spitzentreffen der deutschen
Werbe- und Marketingszene, wurden zusammen mit Jung und von Matt auch
die zwölf Gründungsmitglieder der "Hall of Fame" geehrt, die die
hochkarätige Jury schon im vergangenen Jahr ausgewählt hatte (vgl.
Anlage).
    
    Die WirtschaftsWoche hat die Hall of Fame gegründet, um den hohen
Stellenwert zu unterstreichen, der Werbung in einer Marktwirtschaft
gebührt. In die "Hall of Fame" werden nur Persönlichkeiten
aufgenommen, so die Aufnahmebedingungen, "deren Arbeit über einzelne
Spitzenleistungen hinaus kontinuierlich hohen Qualitätsansprüchen
genügt hat. Mitglieder der ‚Hall of Fame der deutschen Werbung' haben
über einen langen Zeitraum das Ansehen der Werbung und das Ansehen
der deutschen Werbewirtschaft nachhaltig gestärkt". Holger Jung und
Jean-Rémy von Matt haben mit ihrer 1991 gegründeten  Agenturgruppe
schon jetzt deutsche Werbegeschichte geschrieben.  
    
    Sie wurden zum Vorbild für eine ganze Generation von
Werbetreibenden. Zahlreiche Kampagnen  der Hamburger erhielten
nationale und internationale Auszeichnungen.
      
    Sebastian Turner, Vorsitzender des Art Directors Club von
Deutschland und Mitglied der Jury, hielt die Laudatio auf die beiden
Preisträger. Er begründete ihre Aufnahme in die "Hall of Fame" mit
dem herausragenden Kreativpotential, das die Agentur und ihre Töchter
tagtäglich beweisen. "Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass
kreative Exzellenz heute nicht mehr als Spleen angesehen wird,
sondern als wichtige Voraussetzung, um Erfolg zu haben. Jung von Matt
gehören seit vielen Jahren kontinuierlich zu den kreativsten Adressen
des Landes. Keine Agentur hat in den letzten fünf Jahren mehr Effies
gewonnen als Jung von Matt. Diese Leistung von ihnen ist am höchsten
zu schätzen."  
    
    Turner hob hervor, dass Holger Jung als Berater und Jean-Rémy von
Matt als Kreativer ein vielleicht einmaliges Team bilden. "Sie
schaffen es immer wieder aufs Neue, dass eine breite Öffentlichkeit
über ihre Kampagnen spricht." Turner nannte als Beispiel das Motiv
mit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel mit zu Berge stehenden Haaren
zur Werbung für Sixt-Cabrios. "Mit dieser hervorragenden Werbung
gelingt es ihnen immer wieder, das Bild der Werbung bei einem breiten
Publikum positiv zu beeinflussen. Jung von Matt ist die
einflussreichste Agentur der 90-er Jahre - und das neue Jahrhundert
fangen sie nicht minder frisch an."
    
    Der ganze Bericht über die Aufnahme von Jung von Matt in die "Hall
of Fame" ist nachzulesen in der WirtschaftsWoche 18/02, die am
Donnerstag, dem 25. April 2002, erscheint. Fotomaterial der
Veranstaltung erhalten Sie bei der Unternehmenskommunikation der
Verlagsgruppe Handelsblatt.
    
    Factsheet:
    
    Jung von Matt
    
    Holger Jung (Beratung) und Jean-Rémy von Matt (Kreation) waren
geschäftsführende Gesellschafter bei Springer & Jacoby in Hamburg,
als sie sich am 1. Juli 1991 in einem alten Fabrikgebäude im
Karolinenviertel in Hamburg mit eigener Agentur Jung von Matt
selbständig machten. Relativ schnell wurde die neue Kreativschmiede
mit außergewöhnlich witziger und frecher Werbung für Sixt und später
für Audi berühmt. Mit Erfolg: Jung von Matt ist mit einem Gross
Income von 35 Millionen Euro und 430 Mitarbeitern derzeit die Nummer
19 der Branche. Sie beherrscht seit Mitte der 90-er Jahre gemeinsam
mit der Ortskonkurrenz Springer & Jacoby die Spitze der meist
ausgezeichneten Kreativagenturen. Jung von Matt ist inzwischen als
Aktiengesellschaft organisiert, zu der neun Tochterfirmen in
Deutschland, Österreich und der Schweiz zählen.
    
    Holger Jung
    
    ... geboren 1953 in Hamburg, Jura-Studium, anschließend
Werbeberater bei Lintas in Hamburg. Weitere Stationen: Produktmanager
bei Unilever, Account Director bei Lintas, Managing Supervisor bei
Scholz & Friends, geschäftsführender Gesellschaft bei Springer &
Jacoby.
    
    "Wir haben klare Ziele und Strategien, und wir setzen sie um. Wir
wollen unseren Kunden kreative Exzellenz liefern, und diesem Ziel
ordnen wir alles unter. Das heißt zum Beispiel auch, dass wir uns
notfalls von Kunden trennen, wenn die Zusammenarbeit nicht klappt und
exzellente Werbung nicht möglich ist. Wirtschaftlich ist das jedes
Mal eine bittere Entscheidung. Aber wir halten unsere Strategie
durch."
    
    Jean-Rémy von Matt
    
    ... geboren 1952 in Brüssel, Studium mit Abschluss als
eidgenössisch diplomierter Werbekaufmann. Dann Texter bei BMZ in
Düsseldorf, Ogilvy & Mather, Creative Director bei Eiler &
Riemel/BBDO, geschäftsführender Gesellschafter bei Springer & Jacoby.
    
    "Unsere Kampagnen sind konsequent gedacht, nicht halbherzig. Sie
haben formal eine gewisse Radikalität, die auch Risiken birgt, vor
allem das Risiko, anzuecken. Deshalb sind wir stolz auf Kampagnen,
die polarisieren. Unsere Kampagnen sollen alleinstellend sein. Und
sie sollen handwerklich perfekt, auf Weltniveau sein. Wobei wir oft
Kampagnen machen, die am Anfang gar nicht perfekt sind, sondern erst
nach ein oder zwei Jahren zu ihrer Bestform finden. Das ist etwas
Spannendes an dieser Agentur. Wir sind Langstreckenläufer, keine
Sprinter."
    
    Factsheet:
    
    Die "Hall of Fame der deutschen Werbung"
    
    Im November 2001 initiierte die WirtschaftsWoche, das führende
wöchentliche Wirtschaftsmagazin, die "Hall of Fame der deutschen
Werbung". "Werbung ist ein konstituierender Bestandteil einer
Marktwirtschaft", unterstreicht Stefan Baron, Chefredakteur der
WirtschaftsWoche. "Dennoch wird ihr Stellenwert hierzulande immer
noch unterschätzt. Immer noch fehlt ihr die gebührende öffentliche
Anerkennung. Unser Ziel ist es deshalb, der Werbung das öffentliche
Ansehen zu verschaffen, das ihr gemäß dem hohen Stellenwert, den sie
in unserem täglichen Leben spielt, gebührt."
    
    Mitglieder der "Hall of Fame der deutschen Werbung" haben mit
ihrer Berufs- und Lebensleistung die deutsche Werbung nachhaltig
bewegt. Ihre Arbeit hat über einzelne Spitzenleistungen hinaus
kontinuierlich hohen Qualitätsansprüchen genügt.  Wer in die "Hall of
Fame der deutschen Werbung" aufgenommen wird, hat über einen langen
Zeitraum das Ansehen der Werbung und das Ansehen der deutschen
Werbewirtschaft nachhaltig gestärkt. Die Mitglieder der "Hall of
Fame" kommen aus allen Bereichen der Auftragskommunikation - von der
klassischen Werbung bis zur Direktwerbung und Werbefotografie.
    
    Eine hochkarätige Experten-Jury unter Vorsitz von
WirtschaftsWoche-Chefredakteur Stefan Baron bestimmt jedes Jahr ein
bis zwei Neuzugänge für die "Hall of Fame".
    
    Factsheet:
    
    Die Jury der "Hall of Fame"
    
    Die mit bedeutenden Vertretern der deutschen Werbung besetzte Jury
wählt jedes Jahr ein bis zwei neue Mitglieder für die "Hall of Fame
der deutschen Werbung". Der Jury gehören an:
    
    Stefan Baron, Chefredakteur der WirtschaftsWoche, Vorsitzender der
    Jury;
    
    Johannes C. Lindenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung Unilever
    Deutschland und Vorsitzender des Markenverbandes;
    
    Lothar S. Leonhard, Vorsitzender der Geschäftsführung Ogilvy &
    Mather Deutschland und Vorsitzender des Gesamtverbandes
    Werbeagenturen GWA;
    
    Willi Schalk gehörte zur Führung von BBDO Deutschland, später von
    BBDO Worldwide und deren Holding Omnicom;
    
    Sebastian Turner, Vorstand Scholz & Friends AG und Vorsitzender
    des Art Directors Club von Deutschland;
    
    Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Vorstandsvorsitzender GfK AG;
    
    Dr. Marie-Luise Wolff, Leiterin Marketing-Management E.on Energie.
    
    Factsheet:
    
    Die Mitglieder der "Hall of Fame
    der deutschen Werbung" 2001
    
    Michael Conrad
    
    Michael Conrad, geboren 1944, gehört seit Jahrzehnten zu den
einflussreichsten Personen der Werbebranche. Er begründete die
Kreativschmiede Lürzer Conrad (heute Michael Conrad & Leo Burnett)
mit und verantwortet heute in Chicago als Vice Chairman und Chief
Creative Officer das kreative Produkt des Networks Leo Burnett.
    
    Paul Gredinger und Wolf Rogosky
    
    Paul Gredinger, geboren 1927, und Wolf Rogosky, 1940 - 1996,
gründeten mit GGK die kreativ einflussreichste Agentur der siebziger
Jahre. Anzeigen für IBM oder Jägermeister wurden Vorbild für eine
ganze Generation von Werbern. GGK führte dabei die Alltagssprache in
die bis dahin sehr oft gekünstelten Werbetexte ein.
    
    Willi Schalk
    
    Willi Schalk, geboren 1940, machte als einer der ersten Deutschen
international in der Werbung Karriere. Er gehörte zur Führungsebene
von BBDO Deutschland, später von BBDO Worldwide und deren Holding
Omnicom.
    
    Michael Schirner
    
    Michael Schirner, geboren 1941, gilt als Vorreiter der reduzierten
Werbung, sowie der Plakatwerbung. Er schrieb mit seinen Auftritten
für Pfanni, Post oder Jägermeister Werbegeschichte. Schirner vertrat
als erster den Anspruch Kunst = Werbung und etablierte die Schule des
Sehens.
    
    Helmut Schmitz
    
    Helmut Schmitz, 1931 - 2000, Werbeleiter für VW und Creative
Director bei DDB, zuletzt bei Hildmann, Simon, Rempen & Schmitz,
setzte mit seinem US-Auftritt für den VW Käfer und später in
Deutschland für Marken wie Nivea kreative Trends.

    Schmitz beeinflusste mit seinen zum Teil selbstironischen und
textrelevanten Anzeigen eine ganze Generation von Kreativen.
    
    Jürgen Scholz
    
    Jürgen Scholz, geboren 1929, gründete mit Team (heute: BBDO) und
Scholz & Friends zwei der einflussreichsten Kreativagenturen. Seine
Kampagnen für West oder Tchibo gehörten zu den Trendsettern der
achtziger Jahre und begründeten mit den Ruf als Kreativhochburg.
Scholz führte das heute sehr verbreitete "Unitsystem" in die
Agenturwelt ein.
    
    Reinhard Springer und Konstantin Jacoby
    
    Reinhard Springer, geboren 1948, und Konstantin Jacoby, geboren
1953, schufen mit ihrer gleichnamigen Agentur das Vorbild moderner
Kreativschmieden. Sie setzten mit Kampagnen wie für Mercedes-Benz
neue Maßstäbe für Kreativwerbung und beeinflussten maßgeblich die
TV-Werbung.
    
    Hubert Strauf
    
    Hubert Strauf, 1904 - 1993, schuf mit seiner Agentur Werbe-Strauf
(heute Euro RSCG) legendäre Kampagnen für Coca-Cola oder Pril. Strauf
war Mitherausgeber der Fachzeitschrift "Wirtschaft und Werbung" und
Mitgründer des BDW.
    
    Vilim Vasata
    
    Vilim Vasata, geboren 1930, ist Mitgründer von Deutschlands
größter Agenturgruppe BBDO und bestimmte bis 1999 maßgeblich deren
Entwicklung. Der anerkannte Designer und Grafiker ist
Universitätsprofessor für Kommunikationsdesign an der Universität GH
Essen und zählt zu den Gründungsinitiatoren des Art Directors Club
für Deutschland.
    
    Reinhard Wolf
    
    Reinhard Wolf, 1930 - 1988, ist der wohl bekannteste deutsche
Werbefotograf. Sein Werk dokumentiert den wachsenden Stellenwert der
Werbe-Fotografie. Wolf war Dozent an verschiedenen Hochschulen.
    
ots Originaltext: Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
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