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GfK-WirtschaftsWoche-Werbeklima II 2002 - Licht am Ende des Tunnels!?

    Düsseldorf (ots) -     Automobile, Computer und Energieversorger planen steigende     Werbeinvestitionen in klassische Medien.    

    Steigende Ausgaben im nicht-klassischen Bereich.

    Die von GfK und WirtschaftsWoche seit Herbst 1989 durchgeführte
Werbeklimastudie ermittelt zweimal jährlich ein Stimmungsbild der
Branche (Panel von rd. 30 Agenturleitern/150 Werbeleitern aus
Konsumgüter-, Investitionsgüter-  und Dienstleistungsindustrie). Die
aktuell veröffentlichten Ergebnisse (Feldarbeit 5. - 16. März 2002)
sind die Aktualisierung der ersten Expertenprognose 2002 aus dem
Herbst des vergangenen Jahres.
    
    Werbeinvestitionen für 2002 - Hoffnung, aber keine Illusionen ...
    
    . . . so lässt sich das Ergebnis des aktuellen
GfK-WirtschaftsWoche Werbeklimas zusammenfassen. Dabei zeigen sich
die Werbeleiter optimistischer als ihre Pendants in den Agenturen,
denn sie zeichnen ein differenziertes Bild -  je nach Branche, mit
positiven Wachstumsraten für eine Reihe von werbeintensiven Branchen.
Die Struktur der Werbespendings nach klassisch - nicht-klassisch und
VKF steht bei ihnen unverändert zu Herbst 2001 bei 62 % - 22 % - 16
%.
    
    
    Werbeaufwendungen in klassischen Medien -
    Veränderungsraten 2002 gegenüber Vorjahr in Prozent
    
    Medien                      Gesamt* Automobile  Food        Kosmetik
                                                                    Getränke Reinigung Pharma
    
    Klassische Medien      -3,2        1,9          -2,3          -3,0         2,9
    Nicht-klass.Medien      4,5      -0,3            2,3            0,6         6,3
    Verkaufsförderung        1,5        0,8            2,3            0,1         0,4
    
    
    Medien                            Finanz-  TV         Energie Computer Tele-
                         Touristik  dienst-  Medien                              kommuni-
                                          leister                                          kation
    
    Klassische
    Medien         -10,2          -2,5         -12,0      1,5      6,9        - 8,0

    Nicht-klass.
    Medien          -2,0            2,7          15,9    20,1    11,6          0

    Verkaufs-
    förderung    - 1,0            1,2         - 4,0      6,0    29,3          0,5
    
    
    * 152 Werbeleiter und 31 Agenturleiter
    
    Eher pessimistisch äußern sich die befragten Agenturexperten, die
bereits in der Vergangenheit oftmals deutlich skeptischer in ihren
Prognosen waren als ihre Counterparts auf Unternehmensseite. So
erwartet keiner der befragten Agenturleiter steigende Investitionen
in klassische Medien für dieses Jahr. Insgesamt prognostizieren sie
einen Rückgang der Investitionen um 4,6 % zugunsten von
nicht-klassischen Medien und VKF mit Wachstumsraten zwischen 5 - 8 %.
    
    Erstmalig verändert sich nach Ansicht der Agenturexperten auch die
Struktur der Werbeausgaben. Der Anteil der Ausgaben, die auf die
klassischen Medien entfallen, wird sich danach von rund 2/3 auf die
Hälfte der Investitionen reduzieren, gleichzeitig steigen die Mittel
für Verkaufsförderung.
    
    Aktuelle Trends: Global Networks und Electronic Marketing
    Zu diesen aktuellen Themen äußern sich die Experten beider Seiten
unterschiedlich.
    
    Die Notwendigkeit von international agierenden Agentur-Networks
wird nicht von allen Werbeleitern gesehen. Nur 41 % insgesamt halten
dieses Thema für sehr wichtig/ wichtig - gegen 65 % der befragten
Agenturexperten. Allerdings zeigen die Werbeleiter der verschiedenen
Wirtschaftsbereiche ebenfalls Unterschiede - rund die Hälfte der
Konsumgüter und Investitionsgüter sehen die Wichtigkeit, aber nur 18
% der Werbeleiter der Investitionsgüterindustrie.  Einig sind sich
alle in der Begründung der ‚internationalen Ausrichtung', für die
Agenturen spielen daneben aber offensichtlich der Trend zur
Globalisierung , Kundenorientierung, Preis- und Kostenentwicklung
eine wichtigere Rolle.
    
    E-Mails als Kommunikationsmittel für Werbebotschaften setzen
bereits rund die Hälfte der Investitionsgüter und Dienstleister ein,
jedoch nur 1 von 5 Werbeleitern der Konsumgüterindustrie. Ähnlich
wird die Bedeutung dieser Werbeform von ihnen eingeschätzt. Auf
Agenturseite messen nur 10 % der Experten diesem Kommunikationsmittel
sehr große/große  Bedeutung bei. Dies scheint umso erstaunlicher als
3 von 4 befragten Werbeleitern die Resonanz mit sehr gut/gut
bewerten. Im Rahmen einer steigenden Markt- und
Zielgruppensegmentierung sicherlich ein überlegenswertes und
nutzbares Medium in Ergänzung der bisherigen Palette.
    
    Untersuchungssteckbrief:
    
    Expertenpanel aus Werbungtreibenden und Agenturen
    Telefonbefragung
    Durchführung: GfK Nürnberg
    Stichprobe: 152 Werbeleiter Konsumgüter, Investitionsgüter und
    Dienstleistungsbranche sowie 31 Agenturleiter.
    Erhebung: 5. - 16. März 2002
    Inhalt: Update der Einschätzung der Entwicklung von
    Werbeinvestitionen in klassiche, nicht-klassische Medien und
    Verkaufsförderung.
    Zusätzliche aktuelle Trends: Globale Agentur-Networks und
    elektronisches Marketing.
    
    Die Studie
    
    erscheint in der aktuellen WirtschaftsWoche Heft 18, die ab
Donnerstag,  24. April, an allen Verkaufsstellen erhältlich ist.  
    
    
ots Originaltext: Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Information:
Telefon: 0211-887-2341/2311 Gerlinde Volk / Gunnar Eckle
Fax: 0211-887-2330
E-Mail: gwp.wiwo@vhb.de
Online: www.gwp.de/medien-wiwo (ab 25.4.2002)

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