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Krebsgefahr durch Neurodermitis-Cremes: Europäische Arzneibehörde empfiehlt "vorsichtige Anwendung"

    Hamburg (ots) - Jetzt hat auch die Europäische Arzneimittel-Zulassungsbehörde EMEA vor dem potentiellen Krebsrisiko der Neurodermitis-Cremes Elidel, Douglan und Protopic offiziell gewarnt. Nachdem in den USA bereits entsprechende Warnungen vorgeschrieben sind, muss künftig auch in den EU-Ländern die Anwendung dieser Cremes "mit größerer Vorsicht erfolgen, um das potentielle Krebsrisiko zu verringern", teilt die EMEA mit. Die Pharmafirmen müssen ihre Arznei-Informationen ändern, "um Patienten und Ärzte auf die möglichen Langzeitrisiken aufmerksam zu machen" (im Internet unter www.emea.eu.int).

    "Diese Entscheidung der EMEA schafft endlich die nötige Sicherheit für Patienten und Verbraucher", erklärte die Krankenkasse SECURVITA. "In den letzten Wochen wurden viele Patienten, insbesondere Familien mit neurodermitiskranken Kleinkindern, aufgrund von Empfehlungen des Verbrauchermagazins Ökotest massiv verunsichert." Ausgerechnet diese krebsverdächtigen Cremes hatte Ökotest im jüngsten "Einkaufsratgeber Kleinkinder" (2006) als "gut" und "sehr gut" empfohlen und ihnen "nur geringe Nebenwirkungen" bescheinigt.  

    "Ökotest" durch Arzneibehörde widerlegt

    Der Beschluss der EU-Behörde widerlegt damit auch die Argumentation von Ökotest, mit der das Magazin sein fragwürdiges Testergebnis verteidigt hatte. Noch vor wenigen Tagen behauptete der Ökotest-Geschäftsführer Jürgen Stellpflug, dass angeblich "alle europäischen Experten" die Warnhinweise auf das Krebsrisiko für überflüssig hielten.

    Die Krankenkasse SECURVITA forderte Ökotest auf, die Fehler nunmehr unverzüglich zu berichtigen. "Ökotest hat als kritisches Verbrauchermagazin eine besondere Verantwortung. Insbesondere Eltern vertrauen in Sorge um die Gesundheit ihrer Kinder auf die Testergebnisse", sagte ein Sprecher der SECURVITA in Hamburg. "Ökotest muss die Sonderhefte des Ratgebers für Kleinkinder unverzüglich von den Kiosken zurückrufen." Der Deutsche Presserat ist wegen grober Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht bereits eingeschaltet.

Weitere Informationen: SECURVITA Pressestelle (Norbert Schnorbach), Tel: 040-38608024, Fax: 040-38608090, Mail: presse@securvita.de Internet: www.securvita.de

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