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21.10.2020 – 12:20

Allgäu GmbH

Eine Begegnung mit Udo auf der Wandertrilogie Allgäu

Eine Begegnung mit Udo auf der Wandertrilogie Allgäu
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Aber wo ist Ida? Eine Begegnung mit Udo auf der Wandertrilogie Allgäu

Spannende Entdeckung: Eine Abzweigung von der Wiesengänger-Route der Wandertrilogie Allgäu führt zur Tongrube Hammerschmiede

Am Rand der Tongrube "Hammerschmiede" ankommen, sind wir uns sicher: Ihr Name war Ida. Denn wenn Udo unser Vorfahr sein soll, dann muss es eine Ida gegeben haben. Mein Mann, meine Tochter und ich versuchen uns vorzustellen, wie der Menschenaffe einst hier durch die Landschaft des Ostallgäus mit ihren sanft geschwungen Moränen gezogen ist. Die Gegend sah vor zwölf Millionen Jahren vermutlich völlig anders aus, denn zwischen Udo, dem im letzten November gefundenen Sensationsfund des ersten aufrecht gehenden Menschenaffen und heute liegen mehrere Eiszeiten. Aber es ist trotzdem spannend darüber nachzudenken, dass vor unvorstellbar langer Zeit ein Zweibeiner dort unterwegs war, wo wir an einem sonnigen Herbsttag wandern. Ihm zu Ehren wird am 23. Oktober die Ausstellung "Udo und die Evolution" im Alten Feuerwehrhaus in Pforzen eröffnet. Unsere Schuhe schmatzen, als wir zum Grubenrand gehen. Sonst ist es still. Der lehmige Boden klebt als dicke Schicht unter unseren Sohlen. Wir blicken hinunter. Unter uns im Tagebau bei Pforzen haben sie ihn gefunden. Die weißen Zelte des Grabungsteams stehen zwischen Baggern und Pfützen. Wir sehen weder Arbeiter noch Wissenschaftler. Im Hintergrund liegt das Dorf Pforzen. Wie Schattenrisse zeichnen sich Alpen am Horizont ab. Es ist nur ein kurzer Abstecher von unserer Wiesengänger-Etappe auf der Wandertrilogie Allgäu, um in die berühmte Udo-Grube blicken zu können. Von unten ist sie gesperrt. Es ist Privatgrund. Von oben ist der Blick spektakulär. Weiter führt die Etappe nach Irsee und wir freuen aus auf die dortige Bäckerei, denn dort soll Bäcker Koneberg Udo-Knochen backen. Über den eng bewachsenen Weg stapfen wir zurück zur Strecke der Wandertrilogie. Unsere Lehmsohle wird allmählich dünner. Wir folgen der Beschilderung durch den Wald und würden am liebsten fotografieren, was die Speicherkarte hergibt. Wie riesige sprühende Wunderkerzen sehen die grün-schwarzen Farne aus, die dicht gedrängt am Wegesrand wachsen. Die Laubbäume tragen ihr herbstliches gelb-rotes Blätterkleid. Sie leuchten inmitten der hoch aufragenden Fichten und Kiefern. Unter den Bäumen wuchern mannshohe Gräser, Büsche und anderer zauberhafter Wildwuchs. Ab und zu liegt ein abgebrochener Baum quer. Eine der schönsten Stellen ist die Brücke über ein schmales rauschendes Bächlein. Vielleicht sah so der Urwald aus, in dem Udo lebte. Der Pfad führt den Hang hinauf und wir stehen plötzlich am Rande eines Wohngebiets. "Schönblick" steht auf einem schmalen Straßenschild aus Holz geschrieben. Das eine Wort beschreibt treffend, was wir von der Anhöhe aus sehen. Wir wandern hinunter zum Kloster Irsee, einst ein Benediktiner-Kloster dessen imposanter Doppelturm die Kirche markiert. Doch wir haben noch ein weiteres Ziel: Wir wollen das Udo-Gebäck probieren, weshalb wir das Kloster im wahren Wortsinn links liegen lassen. An der Stadtmauer und an einem kleinen Bach entlang geht es wieder aufwärts. Der Pfad endet gegenüber der Bäckerei Koneberg. Radausflügler mit E-Bikes rasten hier. Sie sind auf der Suche nach dem Entdeckungsort von Udo, erzählen sie. Die dazugehörigen Udo-Knochen haben sie schon. Wir erstehen die vier letzten. Sie schmecken nach der Wanderung wunderbar und wir überlegen, welcher Knochen eines Menschenaffen das pfeffrig-salzige-Laugengebäck darstellt. Und wir sinnieren über Udo und Ida und stellen uns ein glückliches Primatenpaar vor, während langsam die Sonne hinter dem Horizont verschwindet. Jetzt, so überlegen wir uns, muss nur noch Ida gefunden werden. von Angelika Bucerius

Sensation Evolution - die Ausstellung

"Auf den Spuren der Urmenschen und die Grabungen in der Hammerschmiede" lautet der Titel der Ausstellung in Pforzen. In der Hammerschmiede wurden bisher 117 verschiedene Spezies Seite | 2 gefunden, was sie zu einer der reichsten fossilen Wirbeltier-Fundstellen weltweit macht. Es werden Funde aus der Tongrube wie auch die bedeutendsten Entwicklungsschritte in der menschlichen Evolution dargestellt. Zu sehen ist die Ausstellung vom 24.10. bis 22.11.2020 im alten Feuerwehrhaus Pforzen, Bahnhofstraße 16, 87666 Pforzen Öffnungszeiten: Donnerstag: 17-20 Uhr Freitag: 15-19 Uhr Samstag/Sonntag: 10-17 Uhr Der Eintritt ist frei. Gruppen ab 10 Personen müssen vorangemeldet werden, Tel 08346/560 oder per Mail unter j.freuding@live.de

Die Wandertrilogie Allgäu - Auf den Spuren der Erdgeschichte

Auf Etappen der Wandertrilogie Allgäu wird Geschichte erzählt - auf der Etappe 2 auf dem Abschnitt Pforzen-Irsee sogar die der menschlichen Evolution. Die Etappe Nummer 2 ist Bestandteil der Wiesengänger-Route, welche im Westen durch die Hügellandschaft sowie im Osten und im Norden durch die Terrassenlandschaft des Allgäus führt. Diese Route ist ideal für Wandereinsteiger, man legt nicht allzu viele Höhenmeter auf leichten, landschaftlich schönen Wegen zurück und ist gerade in der kalten Jahreszeit gut zu begehen. Für eine einfache Planung stehen dem Wanderer die kostenlose Übersichtskarte sowie das Servicebuch zur Verfügung. Weitere Informationen finden sich auf www.wandertrilogie-allgaeu.de, Tel: 08323/8025931

Mit besten Grüßen aus dem Allgäu

Simone Zehnpfennig
Pressesprecherin
Geschäftsfeld Städte und Kultur
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