Bertelsmann Stiftung

Bertelsmann Stiftung zieht nach 25 Jahren Reformbilanz und kündigt eine Konzentration auf fünf Kompetenzfelder an

    Gütersloh (ots) - Die Bertelsmann Stiftung öffnet sich stärker für Reformideen von außen und richtet dafür die mit einer Million Euro jährlich ausgestattete "Reinhard Mohn Explorer Foundation" ein. "Wir suchen und unterstützen 'Pfadfinder', die gesellschaftspolitischen Handlungsbedarf erkennen und bearbeiten. Mit solchen 'Social Entrepreneurs' wollen wir im In- und Ausland zusammen arbeiten", sagte der Präsidiumsvorsitzende Dr. Gunter Thielen auf der Pressekonferenz anlässlich des 25-jährigen Stiftungsjubiläums. Darüber hinaus will die Gütersloher Denkfabrik nicht nur modellhafte Lösungen entwickeln und veröffentlichen, sondern auch verstärkt bei ihrer flächendeckenden Umsetzung helfen, um noch breitere Reformwirkung zu erzielen. Dazu prüft die Stiftung derzeit die Möglichkeit zur Gründung einer Transfer-Agentur nach dem Vorbild von Unternehmensberatungen.          Nach den Worten von Thielen befindet sich die Bertelsmann Stiftung 25 Jahre nach ihrer Gründung in einem umfassenden Veränderungs- und Weiterentwicklungsprozess. "Wer gesellschaftliche Reformen voranbringen will, muss selbst reformfähig sein. Wer von Politik und Verwaltung Lernbereitschaft einfordert, muss sich selbst als lernende Organisation verstehen, seine Leistungen immer wieder auf den Prüfstand stellen und neue Ideen entwickeln", sagte Thielen vor dem Festakt zum Stiftungsjubiläum, dessen Höhepunkt die Rede von Bundespräsident Johannes Rau war. Im Zentrum der künftigen Stiftungsstrategie steht die Umwandlung der bisher neun inhaltlichen Fachbereiche in fünf integrierte Kompetenzfelder, in denen sich die Kernprobleme der Gesellschaft spiegeln.          "Um unser Profil weiter zu schärfen und die Politikberatung noch zielgerichteter ausbauen zu können, werden wir uns in Zukunft auf die Themen Bildung, Arbeit, Gesundheit, Demokratie und Internationale Verständigung konzentrieren", erläuterte Thielen. Bisher war die Bertelsmann Stiftung funktional organisiert, so dass einzelne Problemfelder wie etwa das Thema Schule von unterschiedlichen inhaltlichen Bereichen bearbeitet wurden. Um größere Synergien zu erzielen, sollen alle Schulprojekte der Bertelsmann Stiftung künftig bereichsübergreifend im Kompetenzfeld Bildung bearbeitet werden. "Durch diese Bündelung des Wissens innerhalb der Stiftung können wir unsere Reformkraft erheblich steigern", sagte Thielen.          Seit ihrer Gründung durch Reinhard Mohn im März 1977 hat die Bertelsmann Stiftung mehr als 350 Millionen Euro für ihre gemeinnützigen Projekte ausgegeben. Was mit ersten lokalen Projekten wie der Stadtbibliothek Gütersloh oder dem Medienprojekt am Evangelisch Stiftischen Gymnasium begann, hat längst nationale und internationale Dimensionen angenommen.

    Heute ist die Stiftung mit einem Etat von rund 70 Millionen Euro
die größte Unternehmensstiftung Deutschlands und berät Organisationen
wie die Europäische Union, die Bundesregierung, mehrere
Landesregierungen, die Tarifparteien sowie Bildungseinrichtungen
aller Art.
    
    
ots Originaltext: Bertelsmann Stiftung
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Rückfragen an:

Andreas Henke, Telefon: 0 52 41 / 81-81129
    
Virtuelle Pressemappe unter: www.bertelsmann-stiftung.de

Original-Content von: Bertelsmann Stiftung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Bertelsmann Stiftung

Das könnte Sie auch interessieren: