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Studie: Hamburg Spitzenreiter im Standort-Wettbewerb der Bundesländer / Bertelsmann Stiftung legt erstmals umfassendes Ranking für Deutschland vor

    Gütersloh (ots) - Der Stadtstaat Hamburg belegt die
Spitzenposition in dem zum ersten Mal von der Bertelsmann Stiftung
vorgelegten Standort-Vergleich aller Bundesländer. Auf den Plätzen
zwei bis fünf folgen Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Bremen. Im
Mittelfeld liegen auf den Rängen sechs bis zehn die Bundesländer
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein,
Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die Schlussgruppe bilden die
ostdeutschen Länder und die Bundeshauptstadt in der Reihenfolge
Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und
Sachsen-Anhalt.
    
    Um die Standortqualität in den einzelnen Bundesländern messen und
vergleichen zu können, erarbeitete eine Expertengruppe unter der
Leitung des Würzburger Wirtschaftswissenschaftlers Norbert Berthold
ein detailliertes Analyseinstrumentarium. Dabei wurden die drei
Bereiche Beschäftigung (Arbeitslosen- und Erwerbstätigenquote),
Einkommen (Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Wachstum des
Bruttoinlandsproduktes) sowie Sicherheit (Anteil der
Sozialhilfeempfänger für die soziale Sicherheit; Anteil der nicht
aufgeklärten Straftaten für die innere Sicherheit) zu einem
sogenannten Erfolgsindex zusammen gefasst. Anhand dieser Messgrößen
wurden dann die beiden Zeiträume 1991 bis 95 und 1996 bis 98
untersucht.
    
    In einem zweiten Schritt sollten die Wissenschaftler im Auftrag
der Bertelsmann Stiftung herausfinden, in welchem Bundesland die
Politik besonders aktiv war, um die Lebensverhältnisse für ihre
Bürger positiv zu beeinflussen. Dazu wurden wiederum die Bereiche
Beschäftigung, Einkommen und Sicherheit zu einem sogenannten
Aktivitätsindex verdichtet. Betrachtet man dieses zweite Ranking, so
ergibt sich ein anderes Bild: Hier liegt Bayern mit einer besonders
aktiven Politik an der Spitze gefolgt von Baden-Württemberg und
Rheinland-Pfalz. Das breite Mittelfeld wird angeführt von
Schleswig-Holstein gefolgt von Niedersachsen, dem Saarland,
Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg, Thüringen, Berlin und Bremen.
Die Schlussgruppe bilden Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern,
Sachsen-Anhalt und Brandenburg, die Ende der 90er Jahre mit ihren
landespolitischen Aktivitäten deutlich an Boden verloren.
    
    Bei der Betrachtung von Erfolgen und Aktivitäten kommen die
Wissenschaftler zu dem Schluss, dass insbesondere diejenigen Länder
gut dastehen, die angebotsorientierte, auf Wachstum ausgerichtete
Strategien verfolgt haben. Die Ergebnisse der Studie legen zudem
nahe, dass die Bundesländer insgesamt ein höheres Wohlstandsniveau
erreichen könnten, wenn gesetzliche Rahmenbedingungen und
landespolitische Aktivitäten wettbewerbsorientierter ausgestaltet
wären: "Die Bundesländer müssen wieder mehr eigenständige
Handlungsmöglichkeiten erhalten. Wir brauchen einen Föderalismus mit
mehr Wettbewerb, wie er ursprünglich im Grundgesetz angelegt war",
sagte Berthold. Dies gelte sowohl für die Steuer- und Sozialpolitik
als auch für die Lohn-, Tarif- und Arbeitsmarktpolitik sowie für die
Systeme des Finanzausgleichs.
    
    
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Bundesländer im Ranking finden Sie im Internet unter:
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* Ein Rezensionsexemplar der Studie, die am 31. Mai 2001 im Verlag
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