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WDR veröffentlicht am Montag, 11. Januar 2010 große Afghanistan-Umfrage - Gemeinsame Untersuchung mit ABC News und BBC vor Londoner Konferenz zur Neuausrichtung der Afghanistan-Politik

    Köln (ots) - Unmittelbar vor der internationalen Afghanistankonferenz in London veröffentlicht der WDR am kommenden Montag eine repräsentative Umfrage zur Lage und zu den Zukunftserwartungen der Menschen in dem kriegsgeplagten Land. Die Befragung von 1534 Afghanen in allen 34 Provinzen gibt detailliert Auskunft über die soziale und wirtschaftliche Situation der Afghanen, über das Verhältnis zu den ausländischen Truppen und Hilfsorganisationen sowie über die Erfahrungen mit der veränderten US-Strategie im Krieg gegen die Taliban. Gefragt wurde auch nach Themen wie Korruption, Drogenanbau, Erfolgen und Misserfolgen im zivilen Wideraufbau sowie nach der Zustimmung zu Anschlägen auf US- und NATO-Soldaten.

    Darüber hinaus wird die Studie Aufschluss darüber geben, welchen Rückhalt Präsident Karsai trotz der massiven Wahlfälschungen in der Bevölkerung hat. Die regionale Auswertung der Umfrage wird auch Hinweise geben, ob sich das Ansehen der Deutschen nach den zivilen Opfern bei dem Angriff auf die Tanklastzüge in Kundus verändert hat.

    "Die Ergebnisse sind zum Teil sehr überraschend, im Trend aber eindeutig", kündigte Arnd Henze an, der als stellvertretender Auslandschef das Projekt von WDR-Seite betreut hat. "Die Umfrage zeigt, dass die Afghanen sehr klare Vorstellungen von der Zukunft ihres Landes haben, die sich nicht auf die Frage von Truppenstärken reduzieren lassen."

    Die Ergebnisse der Afghanistan-Umfrage von ARD, ABC und BBC werden am Montag, 11.1. um 12 Uhr zeitgleich in Deutschland, USA und Großbritannien veröffentlicht werden. In der ARD werden sie von WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn und Arnd Henze in den Sendungen von Tagesschau und Tagesthemen sowie in Hörfunk und Internet präsentiert und eingeordnet. Durchgeführt wurde die Befragung vom "Afghan Center for Socio-Economic and Opinion Research" in Kabul.

    Redaktion: Arnd Henze

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