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Es war einmal ein Schloss: Vom neuen Leben in alten Landsitzen

Es war einmal ein Schloss: Vom neuen Leben in alten Landsitzen
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Es war einmal ein Schloss:

Vom neuen Leben in alten Landsitzen

Von der Lust und Last mit alten Landschlössern, von den Abenteuern und Herausforderungen der neuen Schlossherren und –frauen erzählt die fünfteilige Doku-Soap im MDR Fernsehen ab 16. August (Montag bis Donnerstag sowie Samstag), jeweils 19.50 Uhr. Alle Folgen sind bereits ab 13. August (ab 18 Uhr) in der Mediathek abrufbar.

Es hat sie erwischt: Max Buchholz, Ulrike von Tümpling, Thomas Bähr, Felix Graf von Arnim und Florian Kirfel-Rühle sind ihren Landschlössern verfallen. Alles, was sie an Ideen, Talenten und Geld besitzen, stecken sie in die alten Gemäuer. Die Schlossbesitzer wissen: Es genügt nicht, die Anwesen zu retten, ihnen wieder Glanz zu verleihen. Ohne Nutzungskonzepte ist so ein Schloss schwer zu erhalten. Ob Biolandwirtschaft, Weinbau, Forstwirtschaft, Kultur oder Bildung: Die Schlossretterinnen und Schlossretter zum Beispiel in Tümpling, Eichicht, Tannroda, Bedheim und Bendeleben bauen an der Zukunft der Denkmäler.

Herrschaftssitze, Heimbetriebe, Hasardeurs-Objekte

Rund 400 ländliche Anwesen stehen allein in Thüringen unter Denkmalschutz. Diese Fülle ist ein Resultat der Kleinstaaterei, des alten Erbrechts und der kleinteiligen Landschaft. Jahrhundertelang prägten ihre Besitzerinnen und Besitzer den ländlichen Raum als Arbeitgeber und Entwicklungsförderer. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Landsitze entschädigungslos enteignet. Die Gutsbesitzer waren beim Einmarsch der Roten Armee zum großen Teil geflüchtet, viele setzten ihrem Leben ein Ende. In die Herrenhäuser zogen meistens staatliche Einrichtungen ein: Kinder- und Altenheime, Schulen, Gemeindeverwaltungen. Die Gutsgebäude, Ställe und Scheunen übernahm in der Regel die neue LPG. Sanierungen fanden so gut wie nie statt. Die Wende 1989 brachte keineswegs die sofortige Rettung. Viele Herrenhäuser und Schlösser gerieten in die Hände von Spekulanten.

Hoffnung durch Vereine und „Verrückte“

Hoffnung für die Schlösser und Herrenhäuser im ländlichen Raum gibt es da, wo sich Vereine und Kommunen ernsthaft dafür engagieren, wo sich ein „verrückter“ neuer Schlossherr findet oder wo die Nachkommen der einst geflüchteten Adelsfamilien zurückkehren. Die fünf Episoden der MDR-Doku-Soap erzählen von der Lust und Last mit den alten Landschlössern.

Pressekontakt:

MDR Landesfunkhaus Thüringen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Jens Borghardt, Tel.: (0361) 2 18 12 96,

E-Mail: Jens.Borghardt@mdr.de

Infos zu den einzelnen Folgen:

Montag, 16. August, 19.50 Uhr, Teil 1: Der große Wurf

Ulrike von Tümpling muss nun entscheiden, in welchem Farbton Schloss Tümpling im Saale-Holzland-Kreis neu erstrahlen soll. Seit 25 Jahren lebt die Familie wieder im Stammsitz der Vorfahren. Jetzt wird die Sanierung des Dachs und der Fassade abgeschlossen. Auf einem jungen, fünf Hektar großen Weinberg wächst die Zukunft des Schlosses heran. Die Familie wird durch die Endphase der Restaurierung begleitet und drei weitere Schlösser werden vorgestellt.

Dienstag, 17. August, 19.50 Uhr, Teil 2: Zukunft bauen

Max Buchholz, Mitte 40, träumte schon als Kind von einem eigenen Schloss. Er kaufte Schloss Eichicht bei Kaulsdorf im Kreis Saalfeld-Rudolstadt und restaurierte es vor fünf Jahren. Doch so ein Schloss ist teuer in der Unterhaltung. Deshalb baut Familie Buchholz kleine Unternehmen auf, die die Zukunft des Schlosses tragen sollen. Bevor der Neubau für den Hofladen und die Jagdschule entsteht, soll der Online-Wildhandel funktionieren. Gleichzeitig wird Familienzuwachs erwartet und es wird turbulent. Auch weitere Schloss-Retterinnen und -Retter werden vorgestellt.

Mittwoch, 18. August, 19.50 Uhr, Teil 3: Stück für Stück

Antje und Thomas Bähr wurden von vielen für verrückt erklärt, als sie mit der Wiederherstellung von Burg Tannroda im Kreis Weimarer Land begannen. Seit knapp drei Jahren besteht ihr Leben aus sehr viel Staub und Schutt und jeder Menge Arbeit. In all dem Kampf verlieren sie ihr Ziel nicht aus den Augen: Aus Burg Tannroda soll ein Gemeinschaftswohnprojekt werden und ein Begegnungsort für Kultur. Einstweilen werden die Burgmauern freigelegt, das blaue Schloss entmüllt und die Terrasse gebaut. Bald werden Gärten angelegt und das Schlossrestaurant wartet schon auf seine Eröffnung. Auch auf den anderen Schlössern geht es voran.

Donnerstag, 19. August, 19.50 Uhr, Teil 4: Mit Leben füllen

Florian Kirfel-Rühle wurde vor ein paar Jahren klar: Wenn er sich nicht engagiert, endet die jahrhundertelange Reihe seiner Vorfahren in Schloss Bedheim im Kreis Hildburghausen. Er nahm die Lebensaufgabe an. Im Schloss leben und arbeiten, ist sein Credo – ein Begegnungszentrum für Bildung, Kunst und solidarische Landwirtschaft sein Ziel. Mit dem Projekt „Lebensgarten“ und einem Garten-Café kehrt das Leben ins Schloss zurück. Auch die anderen Schlossbesitzer kommen ihren Zielen näher.

Samstag, 21. August, 19.50 Uhr, Teil 5: Niemals fertig

Felix Graf von Arnim weiß, dass die Sanierung und Wiederbelebung des alten Gutes Bendeleben zu seinen Lebzeiten nicht enden wird. Ob Kutscherhaus, Schafstall oder Scheune – alle historischen Gebäude gehören zum Denkmalensemble. Doch es ist nicht einfach, Nutzungen für die alten Gemäuer zu finden. Zumal das historische Gut heute ein moderner landwirtschaftlicher Betrieb ist. Die Geschichte der Rettung des Gutes ist eine Familiengeschichte der von Arnims und zugleich eine besondere Geschichte der Wiedervereinigung. Am Ende der fünften Episode der MDR-Doku-Soap werden sich die Schlossherren und -frauen der Serie begegnen.

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