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DOK Leipzig: MDR stiftet zwei Preise

Leipzig (ots) - Im Rahmen des 59. Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm hat der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK als exklusiver Medienpartner auch in diesem Jahr wieder zwei Preise gestiftet: Die "Goldene Taube" im Internationalen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm sowie der MDR-Preis für den Besten Osteuropäischen Film wurden am 5. November im Leipziger CineStar verliehen.

MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi übergab die mit 10.000 Euro dotierte "Goldene Taube" in der Kategorie "Internationaler Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm" an Regisseur Sergei Loznitsa für dessen Film "Austerlitz" (Deutschland 2016).

In der Jury-Begründung heißt es: "'Austerlitz' ist ein großartiges Filmessay über einen Gang durch die gepflegten Sets, die die furchtbarsten Massenmorde in Konzentrationslagern darstellen. Loznitsa arbeitet mit Licht und Schatten, wenn er unerbittlich große Gruppen von Besuchern beobachtet. Die seinen Bildern innewohnende Ruhe und Schönheit sowie die bemerkenswerte Klangbearbeitung lassen jede Menge Zeit, nochmals darüber nachzudenken, was sich vor noch gar nicht so langer Zeit in der Mitte Europas ereignet hat. Der Film ist ausgeklügelt, fast spielerisch, wie er mit dem Inneren und Äußeren umgeht, und er ist sehr konsequent bei der Bildeinstellung von Menschen und Objekten."

Der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK stiftet seit 2013 eine der "Goldenen Tauben" im Rahmen des DOK-Festivals.

Traditionell wurde auch der MDR-Preis "Bester Osteuropäischer Film" verliehen. Katja Wildermuth, Redaktionsleiterin Geschichte und Dokumentarfilm beim MDR, übergab den mit 3.000 Euro dotierten Preis an Tatiana Chistova für "Convictions" (Russland, Polen 2016). "'Convictions' ist ein Film, der aufs Neue eindrucksvoll belegt, welche Intensität und Faszination von Dokumentarfilm ausgehen kann - wenn es gelingt, ein brisantes Thema so unmittelbar, direkt und präzise herauszuarbeiten", begründet Wildermuth die Entscheidung der Jury.

Im Film geht es - wie der Titel sagt - um "Überzeugungen". "Vor allem geht es um die Überzeugungen von russischen Wehrdienstverweigerern, die Chistova mit Kamera und Mikrofon beobachtet und begleitet. Bis zur Stunde der Wahrheit, bis vor die Richterstühle, bis die Entscheidung gefällt ist, ob sie zur Armee gehen müssen oder Zivildienst leisten dürfen", fasst Katja Wildermuth den Inhalt zusammen.

Gemeinsames Engagement für den Dokumentarfilm

Der MDR hat sich auch in diesem Jahr als exklusiver Medienpartner in großem Maße bei DOK Leipzig engagiert. So war der MDR selbst mit zwei Co-Produktionen im Deutschen Wettbewerb vertreten. Dabei handelte es sich um "Neo Rauch - Gefährten und Begleiter" von Nicola Graef sowie um die MDR/Arte Co-Produktion "Trockenschwimmen".

Darüber hinaus richtete der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK einen MDR-Tag aus - unter anderem mit einer Programmwerkstatt zu Zukunftsperspektiven dokumentarischer Produktionen, mit einem "DOK Talk Special" in Kooperation mit MDR KULTUR, mit der Präsentation des ARD-Dokumentarfilmwettbewerbs "Top oft he Docs" und mit einem Special Screening: der öffentlichen Weltpremiere des Dokumentarfilms "Neo Rauch - Gefährten und Begleiter".

Außerdem machten ein Sonderprogramm im MDR FERNSEHEN, aktuelle sowie Spezial-Berichterstattung in den MDR-Programmen und im Netz den Stellenwert des Dokumentarfilms für den MDR deutlich.

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