Das könnte Sie auch interessieren:

AfD-Wahlparty: Absage-Mail der Vermieterin offenbart Intensität des Linksextremismus

Berlin (ots) - Die Alternative für Deutschland (AfD) musste ihre Wahlparty, die sie nach der Europawahl am ...

Frauen ist Karriere wichtiger als Männern

Hamburg (ots) - Karriere machen ist den weiblichen PR-Profis wichtiger als ihren männlichen Kollegen. Das ...

#GNTM 2019: Das sind die Finalistinnen

Unterföhring (ots) - Sie haben 15 Wochen vor den Kameras gestrahlt, sie haben bei den herausfordernden Walks ...

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe

22.03.2018 – 12:49

Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe

Kfz-Gewerbe: Euro 5-Diesel bis zu 50 Prozent abgewertet

Kfz-Gewerbe: Euro 5-Diesel bis zu 50 Prozent abgewertet
  • Bild-Infos
  • Download

Bonn (ots)

Um Euro 5-Diesel noch verkaufen zu können, müssen die Händler bis zu 50 Prozent Wertminderung in Kauf nehmen. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Blitzumfrage* des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) bei 1 817 Automobilhändlern quer durch alle Marken. Ein Drittel der Befragten gab an, Euro 5-Diesel für den Verkauf zwischen 30 und 50 Prozent abwerten zu müssen, ein weiteres Drittel wertet die Fahrzeuge zwischen 10 und 30 Prozent ab. Für 10,6 Prozent der Händler sind Euro 5-Diesel derzeit gar nicht zu verkaufen.

Um die Euro 5-Diesel im Wert zu stabilisieren, fordern 43 Prozent der Markenhändler eine Hardware-Nachrüstung dieser Fahrzeuge. ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn, Sprecher des Markenhandels in Deutschland, unterstreicht die Bedeutung dieser Forderung: "Bundesverkehrsminister Scheuer muss seinen ersten Ankündigungen, ernste Gespräche mit den Herstellern zu führen, jetzt schnell Taten folgen lassen. Wir brauchen dringend eine Nachrüst-Verordnung für ältere Diesel mit bereits erfolgreich erprobten Hardware-Systemen. Hersteller und Importeure sind moralisch in der Pflicht, sich an der Finanzierung der Hardware-Nachrüstung zu beteiligen."

Selbst bei Euro 6-Dieseln ist die Situation aktuell nicht rosig. Laut 38,7 Prozent der befragten Händler lassen sich zurzeit nur die neuesten Diesel der Abgasnormen Euro 6d und Euro 6d-Temp verkaufen. Für rund 37,2 Prozent der Händler ist ein Verkauf von Euro 6-Dieseln momentan kaum möglich. Zumindest die Hoffnung auf eine baldige Normalisierung des Verkaufs von Euro 6-Dieseln hat rund ein Viertel der Befragten. Trotzdem hat das Leipziger Urteil zur weiteren Verunsicherung von Verbraucher und Handel beigetragen: "Solange das Diesel-Thema weiter rumort und Fahrverbote nicht klipp und klar verhindert werden, wird sich die Situation im Handel nicht verbessern, sondern weiter verschlechtern", betont Thomas Peckruhn. Deshalb erwarten die Händler konkrete Unterstützungsmaßnahmen: Eine verstärkte Beteiligung der Hersteller und Importeure am Restwert-Risiko insbesondere der Euro 5-Leasing-Rückläufer fordern 40,6 Prozent der Befragten. Für 16,3 Prozent der Händler wäre ein Garantiepaket für den Kunden mit Rückgaberecht des Diesel-Fahrzeugs bei verhängten Fahrverboten eine mögliche Alternative. Laut Thomas Peckruhn ist es unabdingbar, "dass die Hersteller und Importeure mit den Vertretern der Händlerverbände sehr schnell tragfähige Lösungen für die extrem hohen Belastungen der Händler durch die Diesel-Krise schaffen, um eine Pleitewelle im Automobilhandel zu verhindern."

*Online-Blitzumfrage des ZDK bei 1 817 Automobilhändlern in der Zeit vom 13. bis 19. März 2018

Pressekontakt:

Ulrich Köster, ZDK-Pressesprecher
Tel.: 0228/ 91 27 270
E-Mail: koester@kfzgewerbe.de
Internet: www.kfzgewerbe.de

Original-Content von: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
  • Druckversion
  • PDF-Version

Orte in dieser Meldung

Themen in dieser Meldung

Weitere Meldungen: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe