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Physik: Superfeste Stoffe/ Wissenschaftler sehen Gespenster

    Hamburg (ots) - Durch einen neuen Versuch ist es Physikern gelungen, einen Materiezustand nachzuweisen, in dem sich feste Körper auf scheinbar geisterhafte Weise durchdringen - so als ob ein Mensch durch Mauern ginge. Wie das Magazin GEO in seiner März-Ausgabe berichtet, waren die US-Physiker Moses Chan und Eun-Seong Kim bereits vor zwei Jahren auf das merkwürdige Phänomen der so genannten "Superfestigkeit" gestoßen, doch ließ das Experiment noch unter-schiedliche Interpretationen zu, die jetzt ausgeräumt werden konnten. Das Ereignis tritt ein, wenn man das Helium-4-Isotop in ein drehbares Gefäß füllt und das Gas verfestigt, indem man es bei einem Druck von 25 Bar auf unter minus 272 Grad Celsius abkühlt. Versetzt man das "Eiskarussell" langsam in Drehschwingungen - einmal im Uhrzeigersinn, dann in Gegenrichtung - ändert sich plötzlich die Schwin-gungsfrequenz des Gerätes, und der Drehkörper beschleunigt sich. Grund: Ein Teil des festen Heliums wird "superfest", beteiligt sich nicht länger an der Drehung und wandert ohne Widerstand durch das sich drehende feste Helium hindurch. Vermut-lich hängt der Effekt damit zusammen, dass sich Bosonen wie Helium-4 bei sehr niedrigen Temperaturen im Zustand des so genannten Einstein-Bose-Kondensats befinden. Bei Helium-3, das kein Boson ist, bleibt der Effekt aus - wie wohl das ge-spenstische Phänomen auch niemals bei Menschen auftreten wird.

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