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Von Kamerun nach Frankreich: das authentische Tagebuch eines Flüchtlings

    Hamburg (ots) - Interview-Angebot zur Dezember-Ausgabe von GEO

    Während in den französischen Städten jugendliche Migranten gegen ihre aussichtslosen Existenzumstände revoltieren, ist Frankreich für viele junge Afrikaner unverändert so etwas wie die Verheißung des ganz großen Glücks. Um es zu erreichen, riskieren sie lebens- gefährliche und nicht selten auch tödliche Abenteuer. In der Dezember-Ausgabe des Reportage-Magazins GEO: Das authentische Tagebuch eines 22-jährigen Tagelöhnersohnes aus Kamerun, der sich, begleitet von dem französischen Fotografen Olivier Jobard, viereinhalb Monate durch Afrika kämpfte, bis er schließlich von einer spanischen Patrouille im Atlantik vor der Kanareninsel Fuerteventura aufgegriffen wurde.

    Das seltene Dokument der illegalen Reise des Kingsley Kum, das für Abertausende ähnlicher Schicksale steht und nicht zuletzt die Motive und Sehnsüchte junger afrikanischer Migranten erklärt, schildert eine waghalsige Tour durch vier Länder und die Sahara: in Zügen, Bussen, Lastwagen, Pick ups und zu Fuß. An der Seite von Studenten, Automechanikern, Kraftfahrern und Fischern aus Nigeria, Senegal, Mali, Ghana. Mit Verstecken, Verhaftungen, Verhören und Misshandlungen. Mit Hunger und wochenlangem Warten in "Gettos", in denen brutale "Präsidenten" regieren.

    Und schließlich den dramatischen Versuch von 25 betenden, weinenden, wasserschöpfenden Männern, die sich zuletzt von Ratten ernähren mussten, in einem sechs Meter langen, zwei Meter breiten Boot mit 17-PS-Motor und lecken Planken von Marokko aus "nach Europa" zu gelangen.

    "Gold muss durchs Feuer, damit es wertvoll wird", notiert der Flüchtling Kum in dem in GEO veröffentlichten Tagebuch. Aber auch: "Ich bin nackt in Spanien angekommen". Dort wird er von Rot-Kreuz-Helfern mit Mundschutz und Gummihandschuhen empfangen. Seit einigen Monaten ist Kingsley Kum Mitglied eines Pariser Fußballvereins und einer Kirchengemeinde. Von seinem Lohn, den er in einer Druckerei verdient, hat er bald darauf die ersten 200 Euro an die Eltern in Kamerun geschickt.

    Interviewpartner: GEO-Redakteur Ariel Hauptmeier, der mit Kingsley Kum gemeinsam dessen Tagebuch überarbeitete.

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