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Zeit-Budget wird langfristig falsch eingeschätzt

    Hamburg (ots) - Warum sich Menschen immer wieder mehr vornehmen, als sie tatsächlich schaffen - aber dennoch von ihrer Zuversicht profitieren

    Wenn Menschen Pläne schmieden, schätzen sie einen Faktor fast immer falsch ein: die Zeit. Weil sie nicht berücksichtigen, was auf dem Weg zum Ziel alles schief gehen kann. Und weil sie die Illusion hegen, im Augenblick sei Zeit zwar knapp, aber in Zukunft habe man so reichlich Muße, dass sich alle Pläne problemlos umsetzen ließen. Das ergab eine Studie von Forschern der University of North Carolina, berichtet die aktuelle Ausgabe des Magazins GEO WISSEN zum Thema "Zeit". Die meisten der dafür befragten Studenten versicherten, dass sie in einem Monat mehr Zeit - und auch Geld - haben würden als zum Zeitpunkt der Befragung.

    Übertriebener Optimismus kann aber auch etwas Gutes haben, zeigte eine Untersuchung an der Wilfrid Laurier University in Kanada: Optimistisch gestimmte Versuchspersonen, die eine Lektion am Computer durcharbeiten sollten, sicherten Termine zu, die im Schnitt fünf Tage vor denen pessimistisch gestimmter Probanden lagen. Da jedoch alle Teilnehmer eine zu rosige Prognose abgaben, lagen die Optimisten schließlich tatsächlich fünf Tage vor den Pessimisten.

    Sehr viel vernünftiger fallen Prognosen aus, wenn anstehende Aufgaben gedanklich in einzelne Schritte gegliedert werden. Testpersonen für eine Studie der New York University mussten im November schätzen, bis zu welchem Datum im Dezember sie alle Weihnachtsgeschenke beisammen hätten. Ein Teil der Probanden sollte vorher alle zu Beschenkenden namentlich auflisten. Diese Personen gaben an, dass sie sieben oder mehr Tage brauchen würden - der Rest traute sich die Aufgabe in fünf Tagen zu.

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