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05.10.2004 – 11:00

Gruner+Jahr, GEO

In Deutschland verbreitet sich Angst vor sozialen Konflikten

    Hamburg (ots)


    
    Rund zwei Drittel der Teilnehmer einer Online-Umfrage von GEO.de
    fürchten sich vor Auseinandersetzungen infolge sozialer    
    Ungleichheit, dicht gefolgt von der Sorge vor Arbeitslosigkeit /  
    Drei viertel attestieren den Deutschen eine Mitnahmementalität
    
    Die Befürchtung, dass Deutschland massive soziale Konflikte
bevorstehen, ist offenbar in großen Teilen der Bevölkerung
verbreitet. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage von GEO.de, dem
Online-Magazin der GEO-Zeitschriftengruppe, an der sich in der Zeit
vom 17. September bis 1. Oktober 2004 mehr als 1.800 Internetnutzer
beteiligt haben. Danach sagen rund zwei Drittel (65,1 Prozent) der
Befragten, das Thema "soziale Konflikte in Deutschland" bereite ihnen
Sorgen. Diese Aussage wird dicht gefolgt von der Befürchtung,
arbeitslos zu werden (64,1 Prozent). Mit einigem Abstand folgt die
Sorge, in persönliche Finanzprobleme zu geraten (43,9 Prozent) oder
zu erkranken (43,1 Prozent).
    
    Der Aussage Kanzler Schröders, in Deutschland sei in Ost und West
eine Mitnahmementalität bis weit in die Mittelschicht hinein
verbreitet, stimmen drei viertel (74,2 Prozent) aller Befragten zu.
Bei der Frage nach den typisch deutschen Charaktereigenschaften geben
entsprechend zwei Drittel (65,3 Prozent) "auf den eigenen Vorteil
bedacht" an, rund die Hälfte (51,0 Prozent) sagt, die Deutschen seien
"neidisch". 48,0 Prozent der Teilnehmer halten die Deutschen für
"pünktlich".
    
    Uneindeutig fällt hingegen das Ergebnis bei der Frage aus, ob
Sozialhilfe-Empfänger genügend tun, um ihr Los aus eigener Kraft zu
verbessern: Eine relative Mehrheit von 36,9 Prozent ist der Meinung,
die Anstrengungen reichten nicht aus, da den meisten Empfängern die
staatliche Unterstützung reiche. 34,9 Prozent meinen hingegen, dass
die meisten Sozialhilfeempfänger wieder arbeiten möchten. 28,2
Prozent der Befragten sehen sich nicht in der Lage, diesen
Sachverhalt zu beurteilen.
    
    Trotz der kritischen Diskussion der letzten Wochen denkt eine
starke Mehrheit positiv über die Wiedervereinigung: 80,0 Prozent
halten sie für "im Prinzip richtig" und freuen sich über den Fall der
Mauer. Immerhin ungefähr jeder Siebte (13,7 Prozent) wünscht sich
allerdings die Mauer zurück. Auf die Frage nach der Zukunft
rechtsextremer Parteien in Deutschland antworten mehr als die Hälfte
(55,2 Prozent), sie glaubten nicht, dass diese Gruppierungen in
Zukunft eine größere politische Rolle spielen werden. 44,8 Prozent
zeigen sich jedoch von einem Wiedererstarken der Rechtsextremen
überzeugt.
    
    Befragt nach den sympathischsten EU-Mitgliedsländern wählten die
Teilnehmer Schweden auf Platz eins (35,9 Prozent), gefolgt von
Frankreich (34,6 Prozent) und den Niederlanden (21,6 Prozent). Das
Ranking der unbeliebtesten EU-Länder führt Großbritannien an (35,4
Prozent), auf Platz zwei folgt Polen (33,5 Prozent).
    
    Das komplette Ergebnis finden Sie unter
www.geo.de/umfrage-deutschland
    
    
ots Originaltext: GEO / Gruner + Jahr AG & Co.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Für Rückfragen:

Frank Plümer
Leitung GEO Presse- + Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 040/3703-3201,
Fax:  040/3703-5683,
E-Mail: presse@geo.de

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