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GEO EPOCHE "Mafia - Die Geschichte des Organisierten Verbrechens"

Hamburg (ots) - Sie kommen als Polizisten verkleidet. Entwaffnen die sieben Männer, die in der Garage im Norden von Chicago ein Treffen abhalten, und stellen sie an eine Wand. Dann lassen die falschen Beamten ihre Komplizen herein - und eröffnen gemeinsam mit ihnen das Feuer auf die Wehrlosen. Mehr als 70 Schüsse fallen, alle sieben Männer sterben. Es ist der 14. Februar 1929. Valentinstag, der Tag der Liebenden.

Den Auftrag für die Hinrichtung kann nur der 30-jährige Alphonse "Al" Capone gegeben haben, der König der Chicagoer Unterwelt und heimliche Herrscher der Stadt, der Polizisten, Richter und sogar den Bürgermeister schmiert. Die Getöteten waren Gefolgsleute eines seiner zähesten Konkurrenten. Das Massaker macht Capone zum berüchtigtsten Gangster der USA. Ermöglicht haben seine kriminelle Karriere die Kongressabgeordneten in Washington. 1919 haben sie ein Gesetz verabschiedet, das die Produktion und den Verkauf von Alkohol verbietet, und so mit einem Schlag eine der lukrativsten Branchen des Landes Verbrechern überlassen. Die Prohibition verschärft die Kriminalität, lässt Banden immer vermögender und größer, brutaler und einflussreicher werden. Unterweltbosse bauen komplexe Imperien auf, die bald funktionieren wie Wirtschaftsunternehmen. Der bekannteste von ihnen: Al Capone.

Auf 172 Seiten erzählt die neue Ausgabe von GEO EPOCHE die Geschichte des modernen Organisierten Verbrechens - nicht nur in Amerika. Rekonstruiert, wie in Süditalien im 19. Jahrhundert eine neue rätselhafte Macht entsteht, die Gewalt und Schutz in unruhigen Zeiten verkauft und bald schon auf mörderische Weise das Leben der Menschen prägt: die Mafia. Beschreibt, wie in China die Triaden das Land mit Opium und Heroin überfluten und in den 1920er Jahren gemeinsam mit Nationalisten gegen die Kommunisten kämpfen. Zeigt, wie in der Sowjetunion ausgerechnet hinter dem Stacheldraht des stalinistischen Gulag eine Bruderschaft von Schwerverbrechern groß wird, wie kolumbianische Drogenbarone wie Pablo Escobar die schwache Staatsmacht herausfordern und im postkommunistischen Russland Syndikate und Banden um die Vorherrschaft in der Unterwelt kämpfen. Und erklärt, wie die Yakuza nach 1945 Großkonzerne und Politik durchsetzen; einzigartige Fotos zeigen die japanischen Verbrecherorganisationen - die zu den mächtigsten überhaupt zählen - aus nächster Nähe. Ein jahrhundertealtes, bis heute hochaktuelles Phänomen wird ergründet, das Machtfülle mit Unsichtbarkeit vereint, bürokratische Hierarchien mit unfassbarer Brutalität, Wirtschaftskraft mit Blutrünstigkeit, archaisch anmutende Rituale mit effizientem Management, strenge Ehrvorstellungen mit Intrigen und Korruption.

Einer Teilauflage liegt eine DVD mit einer 90-minütigen Dokumentation bei: Anhand von drei Protagonisten der russischen Mafia, die er in Moskau und im französischen Exil zu ausführlichen - und schockierend offenen - Interviews getroffen hat, erzählt der mehrfach ausgezeichnete Filmemacher Alexander Gentelev die Geschichte von Russlands neuen Gangstern: vom Ende der Sowjetunion bis heute. Wohl nie zuvor haben hochrangige Mitglieder der Unterwelt so vor der Kamera über Erpressung und Folter gesprochen, über Raub und Mord.

GEO EPOCHE "Mafia - Die Geschichte des Organisierten Verbrechens" ist ab sofort im Handel erhältlich, hat 172 Seiten und kostet 9 Euro; mit DVD 15,90 Euro.

Unter www.geo.de/presse-download finden Sie das aktuelle Heftcover zum Download.

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