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Computer: Gewaltspiele stärkster Risikofaktor für Jugendkriminalität Neue Studien mit eindeutigem Ergebnis
Jugendliche geraten in eine Abwärtsspirale

Hamburg (ots)

Gewaltkriminalität kann verschiedenste Ursachen
haben, etwa familiäre Armut, eine schlechte Eltern-Kind-Beziehung 
oder ein besonderes Lebensumfeld. Der stärkste Risikofaktor aber ist 
der Konsum von Mediengewalt, und darunter stehen an erster Stelle 
Gewaltspiele am Computer. Das ergab eine bislang unveröffentlichte 
Studie des Münchener Schulpsychologen Dr. Werner Hopf mit 653 
Schülern, über die das am 14. Mai erscheinende Magazin GEO WISSEN zum
Thema "Pubertät" berichtet.
Für die Studie wurde der Konsum von Mediengewalt und das Verhalten
der Schüler über einen Zeitraum von zwei Jahren untersucht. Dabei 
zeigte sich, dass PC-Spiele die bedeutsamste Ursache für Delikte wie 
Prügeln, Vandalismus, Mobbing oder Automatenaufbrüche sind - vor 
gewalthaltigen Fernsehsendungen und Horrorfilmen. Außerdem wirkte 
sich ein starker Konsum von Gewaltmedien negativ auf die Englisch- 
und Deutschnoten aus.
Die Untersuchung wird bestätigt durch eine ähnliche Studie des 
US-amerikanischen Aggressionsforschers Craig Anderson von der Iowa 
State University aus dem Jahr 2007. Demnach stehen Gewaltspiele auf 
Platz zwei der Risikofaktoren für Kriminalität - übertroffen nur von 
der Mitgliedschaft in einer Gang, was aber ein eher amerikanisches 
Phänomen ist.
Warum Gewaltspiele Aggressionen fördern, versucht eine 
Langzeituntersuchung der Universität Potsdam zu klären. Die 
Psychologin Ingrid Möller lässt 200 Schüler regelmäßig Fragebögen 
ausfüllen: Wie oft spielen die Kinder welche Spiele? Wie verhalten 
sich die Kinder in bestimmten Situationen? Je akzeptabler ein Schüler
Gewalt findet, so das Ergebnis, desto eher übt er sie auch aus. Zwar 
greifen vor allem ohnehin aggressive Schüler zu Gewaltspielen - doch 
die Spiele machen die Kinder im nächsten Schritt noch aggressiver. 
"Das ist eine Abwärtsspirale", sagt Ingrid Möller gegenüber GEO 
WISSEN.
GEO WISSEN  ist ein monothematisches Magazin mit halbjährlicher  
Erscheinungsweise. Es widmet sich relevanten Wissensbereichen in 
Reportagen, Interviews, Reports, Analysen und mit eindrucksvoller 
Fotografie. Die neue Ausgabe, Nr. 41, hat einen Umfang von 172 
Seiten, kostet 8,50 Euro und ist ab sofort im Handel erhältlich.
Unter www.geo.de/presse-download finden Sie das aktuelle Heftcover
zum Download.

Pressekontakt:

Maike Pelikan
GEO Marktkommunikation
20444 Hamburg
Tel.: 040/3703-2157, Fax: 040/3703-5683
E-Mail: pelikan.maike@geo.de
GEO im Internet: www.GEO.de

Original-Content von: Gruner+Jahr, GEO, übermittelt durch news aktuell

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