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Rachel: Sterbehilfe ist der falsche Weg

    Berlin (ots) - Zur Gründung der ersten Zweigstelle des Sterbehilfevereins "Dignitas" in Hannover erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" Thomas Rachel MdB:

    Die Gründung einer Zweigstelle des Sterbehilfevereins "Dignitas" als Vorposten in Deutschland ist sehr bedauerlich. Sie ist ein falsches Signal für schwerkranke Menschen.

    Die Organisation hat am Montag ihre erste außerhalb der Schweiz in Hannover gegründet. Nach eigenen Angaben hat Dignitas bereits 453 Menschen mit hochdosierten Schlafmitteln bei ihrem Suizid unterstützt.

    Die Tötung eines Menschen darf nicht unsere Antwort auf Krankheit und Leid sein. Aufgabe einer Gesellschaft ist es vielmehr, Kranke, Alte und Sterbende zu versorgen, zu pflegen und zu begleiten. Versagt eine Gemeinschaft diese Hilfe, verstärken sich Forderungen nach Legalisierung aktiver Sterbehilfe. Die Pflicht des Staates ist es, Leben zu schützen. Sein Ziel muss es sein, den Patienten die Angst vor ihrer Krankheit zu nehmen und sie zu begleiten.

    Die Erfahrungen in den Niederlanden und Belgien haben gezeigt, dass die aktive Sterbehilfe keine akzeptable Lösung ist.

    Statt der aktiven Sterbehilfe die Türen zu öffnen, fordert die CDU/CSU-Fraktion deshalb eine Stärkung der Palliativmedizin und des Hospizwesens. Denn nur auf diese Weise kann menschenwürdiges Leben bis zuletzt gewährleistet werden.

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