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CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Paziorek/Schnappauf: Union für Kyoto-PLUS – Klimaschutz global und national verstärken

Berlin (ots)

Anlässlich der aktuellen Debatte zur
Klimaschutzpolitik erklären der umweltpolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek MdB und der Bayerische
Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr.
Werner Schnappauf MdL:
Wir setzen uns im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Buenos Aires
für weitergehende Klimaschutzziele ein. Es gilt, auf internationaler
Ebene das Kyoto-Protokoll hin zu einem wirksamen Kyoto-PLUS-Abkommen
zu entwickeln: Die USA müssen an den Verhandlungstisch zurückgeholt
werden und spürbar CO2 reduzieren. Auch Länder wie Indien oder China
mit rasant wachsenden Volkswirtschaften müssen wirksame
Klimaschutzverpflichtungen übernehmen. China verursacht derzeit als
zweitgrößter Emittent 3,1 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr.
Auch in Deutschland muss Klimaschutz höchste Priorität haben. Wir
fordern die Bundesregierung auf, die Schwerpunkte richtig zu setzen.
Notwendig sind höchstmögliche Flexibilität, um die internationale
Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern (Clean Development Mechanism -
CDM) und die gemeinsame Umsetzung von Klimaschutzprojekten in
Industriestaaten (Joint Implementation - JI) intensivieren zu können.
Wir kritisieren die zu starke Fixierung der Förderung von
Windkraftanlagen: "Wirksamer Klimaschutz muss mehr sein als
Windkraft." Einschränkende nationale Regelungen, die
Wettbewerbsnachteile für die deutsche Wirtschaft verursachen, sind
weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Zur Erreichung des
deutschen Klimaschutzzieles - Verringerung der Treibhausgase um 21
Prozent bis 2012 - sind weitere Anstrengungen nötig. Das auslaufende
KfW-Wohnraum-Modernisierungsprogramm und das Programm zur CO2-
Minderung dürfen nicht dem Rotstift der Bundesregierung zum Opfer
fallen, sondern müssen fortgeführt werden - so lassen sich rund 1,5
Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermeiden. Darüber hinaus
gilt es, Erneuerbare Energien verstärkt einzusetzen. Erneuerbare
Energien sind mehr als die Nutzung der Windkraft. Bayern geht hier
mit gutem Beispiel voran und hat inzwischen als einziges Land seinen
jährlichen CO2-Ausstoß pro Kopf auf unter 7 Tonnen verringert.
Durch eine solche Doppel-Strategie auf nationaler und
internationaler Ebene wird mehr Kosteneffizienz und Flexibilität zur
Erreichung der Klimaschutzziele geschaffen. Gleichzeitig wird der
Technologietransfer in Schwellen- und Entwicklungsländern gefördert
und werden dadurch Umwelt-, Gesundheits- und Lebensstandards erhöht
sowie ökologische, ökonomische und entwicklungspolitische
Zielsetzungen mit einander verknüpft. Dies kann erhebliche
wirtschaftspolitische Impulse auslösen, da weltweit dauerhaft Anreize
für klimaschützende Investitionen entstehen. Darüber hinaus
verbessern sich deutlich die Exportchancen der deutschen Industrie,
beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau. Hierin liegen große
Chancen und ein ungeheures Innovations- und Wachstumspotenzial für
unser Land.
Die Milderung des lebensbedrohenden Klimawandels stellt die größte
Herausforderung für die Umwelt- und Klimaschutzpolitik der kommenden
Jahrzehnte dar. Mit dem in Kraft treten des Kyoto-Protokolls zum 16.
Februar 2005 ist ein historischer Schritt in den Bemühungen um eine
weltweite Klimaschutzpolitik erreicht. Erstmals gibt es damit
weltweit bindende Ziele zur Treibhausgasreduzierung.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird im Rahmen der
Regierungserklärung zum Kyoto-Protokoll am kommenden Donnerstag einen
Antrag zur Abstimmung stellen, der die Bundesregierung auf diese
Klimaschutz-Doppelstrategie verpflichtet.
ots-Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Digitale Pressemappe:
http://www.presseportal.de/story.htx?firmaid=7846
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