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CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Gröhe: Klartext zu Menschenrechtsverletzungen in China ist geboten

Berlin (ots)

Zur bevorstehenden Visite des chinesischen
Ministerpräsidenten Wen Jiabao in Deutschland erklärt der Sprecher
für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Fraktion, Hermann
Gröhe MdB:
Die innenpolitische Situation in China ist nach wie vor von
schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen gekennzeichnet, auch wenn
der beachtliche wirtschaftliche Fortschritt eine Verbesserung der
Versorgungslage mit sich gebracht hat. Immer noch werden der
chinesischen Bevölkerung grundlegende Freiheitsrechte vorenthalten.
Das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Presse- und
Versammlungsfreiheit sind nicht gewährleistet. Die jüngsten
Entscheidungen der chinesischen Regierung geben keinen Anlass zur
Hoffnung auf eine Verbesserung. Vor wenigen Tagen wurde die
Einführung von allgemeinen Wahlen in Hongkong abgelehnt: Die
Hongkonger dürfen beim nächsten Wahltermin in drei Jahren weder den
Exekutivchef noch das Parlament direkt wählen. Im Rahmen ihres so
genannten "Erziehungsprogramms" ließ Peking in den letzten zwei
Monaten fast 9.000 Internet-Cafés schließen; so genannte
Cyberdissidenten – Internetnutzer, die online ihre Meinung äußerten –
, werden unter dem Vorwurf der Staatsgefährdung zu Haftstrafen
verurteilt oder in Arbeitslager gesteckt. Omnibusse wurden zu mobilen
Hinrichtungswagen umgerüstet, um Todesurteile schneller und
öffentlich in der Nähe des Tatorts vollstrecken zu können. Nach
neuesten Schätzungen von amnesty international muss jährlich von etwa
10.000 Hinrichtungen pro Jahr ausgegangen werden. Willkürliche
Verhaftungen, Misshandlungen und Folter sind an der Tagesordnung. Die
Schikanen gegenüber nichtregistrierten christlichen Gemeinden halten
immer noch an. Die tibetische Kultur wird unterdrückt, Tibetern wie
auch Uighuren wird das Recht auf Religions- und Meinungsfreiheit
verweigert. Anhängern von Falun Gong drohen lange Haftstrafen und die
Einweisung in Umerziehungslager. Dass bei einer derartigen Bilanz der
Bundeskanzler die Aufhebung des EU- Waffenembargos gegenüber China
gefordert hat, ist skandalös.
Alle diese Maßnahmen zeigen, dass die chinesische Regierung auch
weiterhin nur ein System toleriert – das seiner uneingeschränkten und
willkürlichen Machtausübung. Bei dem bevorstehenden Besuch des
chinesischen Ministerpräsidenten muss die Bundesregierung alle diese
Probleme ansprechen. Dazu gehört auch, die Blockadehaltung der
chinesischen Regierung bei der 60. Tagung der
Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen zu thematisieren. Die
Unterzeichnung des Internationalen Pakts über bürgerliche und
politische Rechte allein reicht nicht aus – China muss dieses
Abkommen auch ratifizieren und umsetzen. Die Bundesregierung darf
sich nicht damit herausreden, sie führe mit der chinesischen Seite
einen Rechtsstaatsdialog. Für Peking ist dieser Dialog nur ein
Feigenblatt, um einer deutlichen Verurteilung wegen der anhaltenden
drastischen und brutalen Unterdrückungsmaßnahmen zu entgehen.
Klartext ist geboten, Herr Bundeskanzler!
ots-Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Digitale Pressemappe:
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