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Kues: Zeugung zum Zwecke der Zellspende ist Lebensmißbrauch

    Berlin (ots) - Zur erstmaligen Selektion eines Kindes mittels Präimplantationsdiagnostik (PID) zu Heilungszwecken in Großbritannien erklärt der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Hermann Kues MdB:

    Der Vorgang in Großbritannien zeigt, daß das Thema PID einer sehr
sorgfältigen, an unseren Grundwerten orientierten Diskussion bedarf.
Er wirft zwei drängende Fragen auf:
    
    1. Ist es zulässig, Kinder nur zu dem Zwecke zu zeugen, daß sie
später vor allem als Zellspender zur Heilung von Krankheiten anderer
Menschen verwendet werden können?
    
    2. Jede Selektion bedeutet die Tötung "überzähliger" Embryonen.
Kann das Töten um des Heilens willen im Ein-zelfall akzeptiert
werden?
    
    Die Beantwortung dieser Fragen darf nur auf der Grundlage unseres
Werte-Kanons erfolgen, bei dem das Lebensrecht und die Würde des
Menschen an erster Stelle steht. Ein Lebensrecht nach genetischer
Auswahl oder Nützlichkeitserwägungen widerspricht eklatant der Würde
des Menschen.
    
    Es stellt sich im übrigen noch eine weitere Frage: Wie werden
solche Kinder eines Tages seelisch damit fertig werden, daß sie nur
deshalb auf der Welt sind, weil sie als Zellspender für einen anderen
Menschen dienen sollten? Es ist dem Kind gegenüber unverantwortlich,
es diesem Druck auszusetzen, und es ist letztlich Lebensmißbrauch.
    
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