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Ronsöhr: Sicherung der Welternährung durch bessere Anbaumethoden und verantwortliche Politik

    Berlin (ots) - Anlässlich des Welternährungstages erklärt der
agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Heinrich-Wilhelm Ronsöhr MdB:
    
    Die Globalisierung bleibt teils eine brotlose Kunst, solange auf
der Welt viele Menschen hungern oder sogar verhungern müssen. So ist
der Blick auf die Welternährungslage nach wie vor erschreckend. Trotz
unbestreitbarer Fortschritte in den letzten Jahren sind es immer noch
800 Millionen Menschen, die chronisch Hunger leiden. Am stärksten
davon betroffen sind die Kinder. In vielen Teilen der Welt sind die
Anbaubedingungen weit schwieriger als in unseren begünstigten Lagen.
Um so mehr müssen alle Anstrengungen darauf gerichtet sein, auch bei
widrigen Voraussetzungen die Erträge dauerhaft zu erhöhen. Wir wissen
alle, dass die landwirtschaftlich nutzbare Fläche nur unwesentlich zu
vergrößern ist. Daraus folgt zwingend, dass nur durch eine Steigerung
des Ertrages pro Flächeneinheit mehr Nahrung erzeugt werden kann. Man
hat dazu inzwischen in vielen Regionen der Welt sowohl beim Ackerbau
als auch bei der Tierhaltung gute Fortschritte gemacht, indem man das
Wissen der heimischen Bauern mit neuen Erkenntnissen zusammen geführt
hat.
    
    Der landwirtschaftliche Fortschritt kann sich aber nicht entfalten
und nicht der Bevölkerung zugute kommen, wenn die politischen
Voraussetzungen dazu nicht stimmen. Misswirtschaft, Korruption,
Kriege, mangelnde Bildung und letztlich die Armut der Bevölkerung
sind Stichworte für den häufig anzutreffenden Teufelskreis. Hier muss
die internationale Politik an einem Strang ziehen, indem sie die
Gewährung von Finanzhilfen für Entwicklungsländer an strenge
Kriterien knüpft.
    
    Am Welternährungstag will ich auch den deutschen Bauern für ihre
hervorragenden Leistungen danken. Sie liefern das beste Beispiel
dafür, dass man mit hohem Fachwissen und guter technischer
Ausstattung dauerhaft die Ernährung der Bevölkerung sichern kann,
verbunden mit der Nachhaltigkeit des Wirtschaftens.
    
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