CDU/CSU - Bundestagsfraktion

CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Eichhorn: Kein "Aufbruch" in der Gleichstellungspolitik von Rot/Grün

    Berlin (ots) - Zum Gesetz zur Durchsetzung der Gleichstellung von
Frauen und Männern erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Familie,
Senioren, Frauen und Jugend der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria
Eichhorn MdB:
    
    Einen neuen Aufbruch für die Frauenpolitik hat die Bundesregierung
im Koalitionsvertrag verkündet. Diesen wird es allerdings mit dem am
Donnerstag verabschiedeten Gleichstellungsdurchsetzungsgesetz nicht
geben.
    
    Von den insgesamt 44% erwerbstätigen Frauen sind lediglich 8,2% in
der öffentlichen Verwaltung beschäftigt. Damit betrifft das Gesetz
nur einen geringen Anteil der erwerbstätigen Frauen.
    
    Das angekündigte große gesellschaftliche Reformverhaben zur
Gleichstellung von Frauen und Männern lässt weiterhin auf sich
warten. Seit Beginn der Legislaturperiode sollte die Gleichstellung
in der Wirtschaft mit einem Gesetz geregelt werden. Mit dem Vorhaben
ist die Ministerin aber nicht nur in der eigenen Koalition
gescheitert, sondern hat auch alle Frauenverbände enttäuscht, denen
sie ein effektives Gleichstellungsgesetz in der Privatwirtschaft
versprochen hatte.
    
    Gleichzeitig wurden alle Chancen verspielt, in intensiven
Gesprächen mit der Wirtschaft Maßnahmen zu entwickeln, die die
Gleichstellung in der Privatwirtschaft voranbringen.
    
    Eine zukunftsorientierte Frauenpolitik muss die Rahmenbedingungen
für Frauen und Familien verbessern. Dazu gehören neben einer
familienfreundlichen Arbeitswelt insbesondere bedarfsgerechte
Kinderbetreuungsmöglichkeiten.
    
    Dabei sind die unionsregierten Länder wie Thüringen,
Baden-Württemberg und Bayern Spitzenreiter, während das bisher von
der SPD regierte Hamburg das Schlusslicht bildet.
    
    Zahlreiche Unternehmen haben bereits unter Beweis gestellt, dass
ökonomischer Erfolg und Förderung der Chancengleichheit sich nicht
ausschließen. Neue Arbeitsformen wie Telearbeit,
Jahresarbeitszeitkonten oder Lebensarbeitszeitkonten, die
Verbesserung der Chancen von Frauen in Führungspositionen, die
betriebseigene Kindertagesstätte, verbesserte Möglichkeiten des
Wiedereinstiegs und die Berücksichtigung der unterschiedlichsten
Lebenssituationen gehören dazu. Die Politik muss Anreize schaffen,
damit sich diese Vorbilder und Ideen durchsetzen.
    
    Neben den Arbeitgebern sind aber auch die Tarifparteien gefragt.
Betriebsräte und Gewerkschaften müssen neben Fragen von Entlohnung,
Arbeits- und Urlaubszeiten auch frauen- und familienfreundliche
Maßnahmen verstärkt in den Blick nehmen.
    
    Die Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst
und in der Privatwirtschaft zahlt sich aus, da sie nicht nur den
Frauen, sondern für die ganze Gesellschaft Vorteile bringt. Dazu ist
ein gesellschaftliches Umdenken in den Köpfen erforderlich, das in
der Erziehung frühzeitig beginnen muss.
    Frauenpolitik ist Querschnittspolitik. Veränderungen, die zu einer
besseren Chancengerechtigkeit für Frauen beitragen sollen, setzen
Veränderungen in allen Bereichen voraus, damit die Gleichstellung von
Frauen und Männern nicht für immer Zukunftsmusik bleibt.
    
    
    
ots Originaltext: CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Rückfragen bitte an:

CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Tel.: (030) 227-52360
Fax:  (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.bundestag.de
E -Mail: fraktion@CDUCSU.Bundestag.de

Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Das könnte Sie auch interessieren: