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Koeppen/Jarzombek: Verbote allein machen die Nutzung des Internet nicht sicherer

Berlin (ots) - Heute setzt die Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" ihre vierte Projektgruppe ein. Sie soll Maßnahmen zur Verbesserung der Medienkompetenz in Familie, Wirtschaft und Gesellschaft untersuchen. Auch beim Jugendschutz sind Weiterentwicklungen möglich. Dazu erklären der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission Jens Koeppen und der Projektgruppenvorsitzende Thomas Jarzombek:

"Verbote allein genügen nicht. Nur mit einer frühzeitigen und vernetzten Medienerziehung wird es gelingen, dass jeder die Chancen der digitalen Gesellschaft nutzen und ihre Gefahren vermeiden kann.

Die Projektgruppe soll neue Wege in der Medienerziehung aufzeigen. Dazu gehören neue Formen der Vermittlung, wie Medienkompetenz-Kampagnen als "virales Marketing". Wir werden prüfen, wie die Medienerziehung in Familie, Schule, Aus- und Weiterbildung gestärkt und besser aufeinander abgestimmt werden kann. Dazu gehört weiterhin eine quantitative Evaluierung. Wir wollen ebenfalls prüfen, ob und wie Lehrer, die keine "Digital Natives" sind, den Kindern das Internet erklären können.

Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder. Sie müssen selbst fit gemacht und wirksamer in die Medienerziehung eingebunden werden. Dazu gehören insbesondere Elternabende in Kindergärten und Schulen auch mit IT-Profis aus Unternehmen, wie es die CDU in Nordrhein-Westfalen auf den Weg gebracht hat.

Wir wollen in der Enquete-Kommission auch klären, wie die positiven Effekte von "Serious Games" für die Lernkultur noch besser genutzt werden können. Die Bundesregierung hat mit dem Deutschen Computerspielpreis eine erfolgreiche Initiative gestartet.

Das Internet ist ebenso innovativ wie unübersichtlich. Wir wollen am Prinzip der "regulierten Selbstregulierung" im Jugendschutz festhalten. Damit wird Schutz gewährleistet, ohne in die freiheitlichen Strukturen des Netzes einzugreifen."

Hintergrund:

Die Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" wurde im März 2010 vom Deutschen Bundestag eingesetzt. Sie untersucht die Chancen und Herausforderungen des Internets und der digitalen Gesellschaft. Bis zur parlamentarischen Sommerpause 2012 soll sie Handlungsempfehlungen erarbeiten.

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