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CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Kampeter: Panikmache ist fehl am Platz

Berlin (ots)

Anlässlich des Inkrafttretens des Gesetzes zur
Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung erklärt der 
haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Steffen 
Kampeter MdB:
Ab heute können Banken bewertungsvariable und ausfallunsichere 
Bestandteile ihrer Bilanz (sog. Bilanzschrott)   vorübergehend in 
Beiboote (sogenannte SPV oder Zweckgesellschaften) ausgliedern und so
ihre Kreditvergabemöglichkeiten ausweiten. Auch können sie ganze 
strategisch nicht notwendige Geschäftsbereiche in 
öffentlich-rechtliche Anstalten (sog. AIDA) ausgliedern. Damit wird 
der Eigenkapitalverzehr der Banken gestoppt und  die Ausweitung der 
wirtschaftlichen Tätigkeit von Banken ermöglicht. Der Staat 
unterstützt diese Wege durch Garantien für werthaltige Papiere. Die 
Maßnahmen basieren auf den ordnungspolitischen  Prinzipien der 
Freiwilligkeit und des Vorranges der Eigentümerverantwortung. Damit 
wird zum einen eine zentrale Schutzfunktion gegenüber der 
Leistungsfähigkeit der Steuerzahler erfüllt. Zum anderen hat sich in 
keinem Fall bestätigt, dass Zwangsmaßnahmen die wirtschaftliche 
Situation des Finanzwesens schneller verbessern helfen - im 
Gegenteil.
Damit hat die Große Koalition vorsorgend und verantwortungsvoll 
gehandelt und die Wahrscheinlichkeit einer Kreditklemme verringert. 
Trotzdem wird die Unionsfraktion das Kreditvergabeverhalten deutscher
Banken weiter intensiv beobachten. Dabei stützen wir uns auf die 
Analyse der Bundesbank. Am 1. September wird die Bundesregierung die 
Situation in einem Gespräch mit den Spitzenvertretern von Wirtschaft 
und Kreditinstituten zu bewerten haben. Es erstaunt vor diesem 
Hintergrund, dass in diesen Tagen zahlreiche Akteure des 
Finanzmarktes nach zusätzlichen Stabilisierungsmaßnahmen zu Lasten 
des deutschen Steuerzahlers rufen. Hierzu gibt es keinen Grund - im 
Gegenteil: wir sollten die volle Wirkung unserer Instrumente sich 
entfalten lassen.
Der Deutschlandfond, der über Kredite und Kreditgarantien 
unverschuldet in den Sog der Finanzkrise geratene Unternehmen 
unterstützt, hat ausreichend freie Kapazitäten. Ein Nachsteuern ist 
nicht erforderlich.
Das Garantie- und Eigenkapitalvolumen des Sonderfonds 
Finanzmarktstabilisierung in Höhe von 480 Mrd. Euro ist ebenfalls 
noch nicht ausgeschöpft. Die zusätzlichen und differenzierten 
Instrumente treten heute erst in Kraft. Die betroffenen 
Finanzinstitute haben seit den Entscheidungen von Bundestag und 
Bundesrat ausreichend Zeit gehabt, sich auf die geänderte Rechtslage 
einzustellen und können nun zeitnah aktiv werden. Blinder Aktionismus
und Panikmache sind fehl am Platz.
Die teils widersprüchlichen Empfehlungen zu Zwangskapitalisierung 
bis hin zu Strafsteuern im Bankenbereich zeigen deutlich, dass hier 
lediglich ein finanzpolitisches Sommertheater inszeniert wird und 
keine sachgerechten Antworten gegeben werden. Die deutsche Reaktion 
auf die Herausforderungen der Finanzkrise zeichnet sich vielmehr 
durch ein überlegtes Handeln und nicht durch tagesaktuelles 
hektisches Nachsteuern aus. Dabei wird es mit der Union auch bleiben.

Pressekontakt:

CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: fraktion@cducsu.de

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