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    Berlin (ots) - Zu der Entscheidung des Moskauer Stadtgerichtes, die Wiederaufnahme des Verfahrens über die Rehabilitierung der Opfer von Katyn anzuordnen, erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme MdB:

    Die Anordnung der Wiederaufnahme des Verfahrens über die Rehabilitierung tausender polnischer Offiziere, die bei Katyn ermordet wurden, ist ausgesprochen zu begrüßen.

    65 Jahre nach der Entdeckung der Massengräber von Katyn ist die Zeit reif, die damals vom sowjetischen Geheimdienst begangenen Gräueltaten an über 4000 polnischen Offizieren einer gerichtlichen Prüfung zu unterziehen und die Opfer zu rehabilitieren. Die Geschehnisse von Katyn sind ein auch heute noch nicht bewältigtes Trauma. Nur eine objektive Einordnung in die geschichtlichen Zusammenhänge und die Anerkennung der Verantwortung kann dazu beitragen, dieses zu überwinden.

    Nach der Entdeckung der Massengräber von Katyn im April 1943 lag der Verdacht nahe, dass die Verbrechen von den Deutschen verübt worden seien; sie waren auch Teil der Anklage des Nürnberger Prozesses. Trotz der erdrückenden Beweislage, dass die Opfer während der sowjetischen Besetzung Ostpolens exekutiert wurden, stritt die Sowjetunion über Jahrzehnte hinweg ab, mit dem Massenmord in Verbindung zu stehen. Erst am 13. April 1990 gestand Präsident Gorbatschow die sowjetische Alleinschuld an Katyn ein. Weitere 18 Jahre später sollte es möglich sein, die zur Rehabilitierung erforderlichen Dokumente freizugeben und die Opfer des Massakers von Katyn offiziell als Opfer stalinistischen Terrors anzuerkennen. Demokratie braucht die ehrliche Auseinandersetzung mit der Geschichte.

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