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01.07.2020 – 10:50

Consors Finanz

Consors Finanz Studie - Der Klimawandel zwingt Autofahrer zum Umdenken, oder?

Consors Finanz Studie - Der Klimawandel zwingt Autofahrer zum Umdenken, oder?
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MünchenMünchen (ots)

Grüner Konsum contra Sparsamkeit: Jeder zweite Autobesitzer würde einen Hybrid kaufen, ein Drittel ein Elektroauto - für sechzig Prozent ist der Preis aber ein Kaufhindernis.

Umweltbewusstsein contra Luxus: Zwei Drittel der Verbraucher weltweit halten das Auto für einen Klimasünder - die Zahl der SUVs aber steigt.

Ökosteuer contra höheres Haushaltsbudget: Knapp jeder Fünfte würde für ökologische Mobilität mehr bezahlen - 61 Prozent der Autobesitzer wünschen sich abereine niedrigere Kraftstoffsteuer.

Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müsste jeder Deutsche nach Berechnungen des Umweltbundesamts seinen CO2-Verbrauch um mehr als zehn Tonnen reduzieren. Das ist auch den Autofahrern bewusst - aber nicht jeder ändert dafür seine Gewohnheiten.

Verbraucher offen für Veränderung

Immerhin: Es bewegt sich etwas. Laut dem Automobilbarometer International von Consors Finanz behaupten drei Viertel aller Verbraucher weltweit, dass sie ihr generelles Konsumverhalten mit Blick auf die ökologischen Auswirkungen bereits angepasst haben. Das Auto halten dabei zwei Drittel für den größten Klimasünder. Entsprechend würde inzwischen auch knapp jeder zweite Autobesitzer einen Hybrid kaufen, ein Drittel ein Elektroauto. In Deutschland liegt die Bereitschaft mit 43 Prozent (Hybrid) und 31 Prozent (E-Auto) knapp darunter. Die Stadtbevölkerung zeigt sich generell offener für die alternativen Antriebstechniken. Ein Hybrid käme für 55 Prozent infrage, auf dem Land sind es 42 Prozent. Auch bei den E-Autos liegt die Stadtbevölkerung mit 39 Prozent gegenüber 26 Prozent vorn.

Umweltbewusstsein oder Geldbeutel?

Doch die Kluft zwischen Absicht und alltäglichem Handeln ist groß. So steigen etwa weltweit die Absatzzahlen ausgerechnet von SUVs - also von Fahrzeugen mit einem hohen Kraftstoffverbrauch. Allein in Deutschland kletterte die Zahl der SUVs im vergangenen Jahr um zwanzig Prozent, so das Kraftfahrtbundesamt. Weltweit ist das Segment sogar zum wichtigsten Absatzmarkt für Autobauer geworden. Auch stößt die Bereitschaft, die Umwelt zu schützen, ganz schnell an ihre Grenzen, wenn es an den eigenen Geldbeutel geht. Bereits das Automobilbarometer 2019 zeigte, dass für sechzig Prozent der Befragten weltweit der Preis der Hauptgrund ist, sich gegen neue, alternative Antriebstechniken zu entscheiden. Und hätten Autofahrer die Wahl zwischen Steuererhöhungen, um die ökologischere Mobilität zu fördern, oder Steuererleichterungen, um Verbraucher finanziell zu entlasten, fällt die Antwort nach der diesjährigen Erhebung sehr eindeutig aus: 61 Prozent der Befragten weltweit plädieren für die Entlastung des Steuerzahlers. Nur achtzehn Prozent wären bereit, einen Zuschuss zu leisten. In Deutschland ist die Differenz dabei mit 47 zu 22 Prozent nicht ganz so hoch.

Stadt und Land: Unterschiedliche Entwicklungsdynamiken

Bernd Brauer, Head of Automotive Financial Services bei Consors Finanz, resümiert: "Die grundsätzliche Bereitschaft, mehr für die Umwelt zu tun, wird anhalten. Die aktuell niedrigeren Spritpreise könnten den Wandel etwas verzögern, aber langfristig ist der Trend zur nachhaltigeren Mobilität nicht aufzuhalten." Allerdings sieht der Experte noch verschiedene Herausforderungen, die die Branche meistern muss. So seien die aktuellen alternativen Antriebstechniken aus seiner Sicht nur Brückentechnologien. "Viel größeres Potenzial hat Wasserstoff als Antrieb, wenn er grün produziert wird", so Brauer. Zudem sei nicht nur ein Antriebswechsel erforderlich, sondern ein genereller nachhaltiger Umbau des Mobilitätssystems: "Das wird in den Städten schneller passieren als auf dem Land. Dort müssen zugleich noch ganz andere Antworten gefunden werden, weil die Landbevölkerung noch immer stärker auf das eigene Auto angewiesen ist als Stadtbewohner."

Weitere Informationen

- Meldung: Der Klimawandel zwingt Autofahrer zum Umdenken, oder?
- Meldung: Bleibt das eigene Auto auf der Strecke? Autofahrer im Zwiespalt!
- Vollständige Studie in Englisch
- Grafiken
- Video 

Über die Studie

Das Automobilbarometer International wird jährlich von Consors Finanz herausgegeben. Die Verbraucherstudie wurde vom 30. August bis 20. September 2019 durch Harris Interactive in 15 Ländern durchgeführt: Belgien, Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, den Niederlanden, Polen, Portugal, Südafrika, Spanien, Türkei, Großbritannien und den USA. Insgesamt wurden über 10.000 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt (Online-Befragung über CAWI). Diese Personen wurden aus einer repräsentativen nationalen Stichprobe des jeweiligen Landes ausgewählt.

Über Consors Finanz

Consors Finanz steht für finanzielle Selbstbestimmung in jeder Lebenssituation. Daher setzt das Unternehmen auf Finanzierungs- und Versicherungslösungen, die sich flexibel an die Zahlungsfähigkeit der Kunden anpassen lassen. Ob dynamische Kreditrahmen, individuelle Finanzierungen oder anpassbare Kartenprodukte - mit dem digitalen Banking von Consors Finanz nehmen Kunden ihre Liquidität selbst in die Hand. Dabei setzt das Unternehmen auf innovative Technologien, höchste Sicherheitsstandards und eine verantwortungsvolle Kreditvergabe.

Consors Finanz zählt zu den führenden Anbietern von Konsumentenkrediten in Deutschland und Österreich. Vor allem im Retail-, E-Commerce- und Automotive-Geschäft gehört das Unternehmen zu den anerkannten Finanzierungsspezialisten. Das breite Angebot richtet sich an Partner wie Handelsunternehmen und Makler, zum Beispiel zur Absatzfinanzierung, sowie an Endkunden für die Konsumfinanzierung und Umschuldung. Hinzu kommen ergänzende Versicherungs- und Zusatzprodukte, die Consors Finanz mit Kooperationspartnern anbietet. Consors Finanz ist eine Marke der internationalen BNP Paribas Gruppe.

www.consorsfinanz.de

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BNP Paribas ist eine führende europäische Bank mit internationaler Reichweite. Sie ist mit mehr als 199.000 Mitarbeitenden in 71 Ländern vertreten, davon nahezu 151.000 in Europa. In Deutschland ist die BNP Paribas Gruppe seit 1947 aktiv und hat sich mit 12 Geschäftseinheiten erfolgreich am Markt positioniert. Privatkunden, Unternehmen und institutionelle Kunden werden von rund 5.300 Mitarbeitenden bundesweit in allen relevanten Wirtschaftsregionen betreut. Das breit aufgestellte Produkt- und Dienstleistungsangebot von BNP Paribas entspricht dem einer innovativen Universalbank.

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Dr. Stefan Mette
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