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Tauchfahrt in die Vergangenheit: Hitlers geheime Waffe ZDF-Dokumentation über den Wettlauf um die Atombombe während des Zweiten Weltkriegs

    Mainz (ots) - Hat Hitler insgeheim an der Atombombe gebaut? Wie sind die Kämpfe um das norwegische "Schwere Wasser" einzuordnen? Und: Liegen die gefährlichen Fässer noch auf dem Meeresgrund? In der ZDF- Reihe "Tauchfahrt in die Vergangenheit" geht der Film "Hitlers geheime Waffe" am Sonntag, 24. Juli 2005, 19.30 Uhr diesen Fragen nach und schildert in deutscher Erstausstrahlung den Wettlauf um die Atombombe zwischen Alliierten und Nazi-Deutschland.

Der amerikanische Wissenschaftler Dr. Brett Phaneuf leitete im vergangenen Sommer eine Expedition, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die gefährlichen Fässer aus dem See in Südnorwegen zu bergen und den Inhalt untersuchen zu lassen. Die Geschichte des Kampfes um das "Schwere Wasser" sollte so endlich geklärt werden.

Im April 1940 hatte Hitlers Kriegsflotte einen strategisch bedeutenden Sieg erzielt: Mit der Besetzung Norwegens fiel auch das Wasserkraftwerk "Norsk Hydro" am Tinn-See in die Hände der Deutschen. Als einziges Unternehmen in Europa produzierte es damals Deuterium, so genanntes "Schweres Wasser", das sich als geeignete Dämpf- und Kontrollsubstanz für Kettenreaktionen bei der Kernspaltung erwies. Mit den Forschungsergebnissen der Norweger und den Beständen von "Schwerem Wasser" war es aus Sicht der Alliierten nur noch eine Frage der Zeit, bis Hitlers Wissenschaftler mit dem Bau der Atombombe beginnen konnten. Eine britische Sabotage-Einheit trat deshalb gemeinsam mit dem norwegischen Untergrund in Aktion, um den Wasserstoff zu zerstören. Norwegische Widerstandskämpfer sprengten die Konzentrieranlage der Fabrik in die Luft und vernichteten einen Großteil des Schwerwasservorrates. Doch die Deutschen bauten die betroffenen Bereiche wieder auf und erhöhten die Produktion. 1943 beschlossen deshalb die Amerikaner, "Norsk Hydro" im großen Stil zu bombardieren. Das deutsche Heeresamt erteilte daraufhin den Befehl, die verbliebenen Tanks mit "Schwerem Wasser" umgehend nach Deutschland zu schaffen. Doch am Heck des Schiffs, das die knapp 50 Fässer über den Tinn-See bringen sollte, explodierte eine Sprengladung - und das Schiff sank. Der Film von Duncan Copp und Andreas Sawall erzählt in eindrucksvollen Bildern vom Kampf um das "Schwere Wasser", der auch die Geschichte vom Wettlauf um die Atombombe und von den Bemühungen der Alliierten ist, den Bau derselben durch die Nazis zu verhindern. Neben Spielszenen und Dokumentaraufnahmen verarbeitet der Beitrag auf dem Sendeplatz der "ZDF Expedition" auch Ausschnitte aus dem Spielfilm "The Heavy Water Sabotage" des norwegischen Regisseurs Titus Vibe-Müller, in dem die Widerstandskämpfer, die damals die Fähre in die Luft sprengten, die Hauptrollen übernahmen.

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