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17.10.2018 – 14:09

Helmholtz Zentrum München

Zentraler Tresor für die deutsche Gesundheitsforschung

PRESSEEINLADUNG

Das Helmholtz Zentrum München eröffnet am Mittwoch, 24. Oktober 2018, den Neubau des zentralen Bioprobenlagers für die deutschlandweite NAKO Gesundheitsstudie. Die Eröffnung findet im Beisein von Bayerns Wissenschaftsministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle statt.

Wir laden Sie herzlich ein, am Mittwoch, 24. Oktober 2018, an der Einweihung des deutschlandweit größten Lagers für humane Bioproben auf dem Campus Neuherberg des Helmholtz Zentrums München teilzunehmen. Die bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. med. Marion Kiechle, wird die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen.

Das neue Biorepository geht nach dreijähriger Bauzeit in Betrieb. Es ist der zentrale "Tresor" für die Langzeit-Bevölkerungsstudie NAKO und wird einen Schatz von rund 21 Millionen Bioproben hüten, die im Rahmen der Studie gewonnen und über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren eingelagert werden. Ziel der größten deutschen Gesundheitsstudie ist es, den Ursachen für die Entstehung von Volkskrankheiten, wie Diabetes, Krebs, Demenz, Herzinfarkt und Infektionskrankheiten auf den Grund zu gehen. Die NAKO wird von einem Netzwerk deutscher Forschungseinrichtungen - Universitäten, Einrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft und der Leibniz-Gemeinschaft sowie anderer Forschungsinstitute - organisiert. In insgesamt 18 Studienzentren werden 200.000 per Zufallsprinzip ausgewählte Bürgerinnen und Bürger im Alter von 20 bis 69 Jahren umfassend medizinisch untersucht und nach ihren Lebensgewohnheiten befragt. Die Studienteilnehmer spenden zudem Blut und andere Biomaterialien, anhand derer beispielsweise Biomarker für die frühe Entdeckung von Krankheiten entwickelt werden. Für jeden Teilnehmer fallen bis zu neun verschiedene Bioproben an, die wiederum auf über 100 Teilproben aufgeteilt werden. Dadurch gibt es auch in der Zukunft ideal gelagerte Bioproben. Rund zwei Drittel aller Proben gehen an das zentrale Bioprobenlager, das restliche Drittel wird direkt in den NAKO Studienzentren eingelagert.

Daten und Untersuchungsmaterialien werden durch ein Labormanagementsystem verwaltet, das alle Schritte auf dem Weg der Probe von der Entnahme bis zur Einlagerung überwacht. Jedes Probenröhrchen trägt einen individuellen Barcode und ist dadurch jederzeit auffindbar. Die Untersuchungs- und Probedaten werden pseudonymisiert gespeichert. Untersuchungen und Probenhandling folgen dem Ethik- und dem Datenschutzkonzept, die mit dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und den zuständigen Ethikkommissionen sowie dem Ethik-Beirat abgestimmt wurden.

Das zentrale Biorepository am Helmholtz Zentrum München verfügt über zwei Lagersysteme. Das teilautomatisierte -80 Grad-Lager fasst rund 2,7 Millionen Proben. Im vollautomatisierten -180 Grad-Lager werden die Proben in bis zu 23 Stickstofftanks gelagert, von denen jeder rund eine Million Proben aufnehmen kann. Ein Spezialroboter, der auch bei sehr kalten Temperaturen funktioniert, übernimmt den Ein- und Auslagerungsprozess, so dass Proben für wissenschaftliche Fragestellungen schnell und sicher entnommen werden können.

Mit dem Betrieb des zentralen Biorepository im Rahmen der NAKO Gesundheitsstudie stellt das Helmholtz Zentrum München wissenschaftliche Expertise und modernste Infrastruktur in den Dienst der Gesundheitsforschung. Die NAKO wird über zehn Jahre durch das Bundesforschungsministerium, die beteiligten Bundesländer und die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren mit insgesamt 256 Millionen Euro finanziert.

Nachstehend das Programm der Einweihungsfeier des zentralen Bioprobenlagers am Mittwoch, 24. Oktober 2018, auf dem Campus des Helmholtz Zentrums München:

10:00 Uhr Begrüßung & Einführung

Prof. Dr. med. Marion Kiechle - Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Matthias H. Tschöp - Wissenschaftlicher Geschäftsführer Helmholtz Zentrum München

Prof. Dr. rer. biol. hum. Annette Peters - Vorsitzende des Vorstandes der NAKO-Gesundheitsstudie

und Direktorin des Instituts für Epidemiologie, Helmholtz Zentrum München

11:00 - 12:30 Uhr Get together

Mit Vorstellung der NAKO-Gesundheitsstudie und des Biorepository

Bitte teilen Sie uns bis Dienstag, 23.10.18 mit, ob Sie teilnehmen möchten: Sonja Opitz, Leiterin Abteilung Kommunikation, Tel.: 089/3187-2986, sonja.opitz@helmholtz-muenchen.de

Weitere Informationen:

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören.

Das Institut für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München ist maßgeblich an Planung und Durchführung der NAKO Gesundheitsstudie beteiligt und betreibt das zentrale Bioproben-Lager der NAKO. Zentrales Forschungsthema des Instituts sind die Zusammenhänge von Umwelt, Lebensstil und Genetik bei der Entstehung und Progression verschiedener Krankheiten. Im Fokus stehen Stoffwechsel-, Atemwegs- und allergische Erkrankungen, aber auch Herzkreislauferkrankungen und die mentale Gesundheit. Das Ziel ist auf der einen Seite, die molekularen Mechanismen der Krankheitsentstehung in der Bevölkerung besser zu verstehen. Auf der anderen Seite dienen die wissenschaftlichen Studien dazu, neue Wege in der Prävention auf individuellerer Ebene zu gehen und eine evidenzbasierte Gesundheitsvorsorge durch verbesserte Umweltbedingungen zu ermöglichen. Die Forschung stützt sich zudem auf die einzigartigen bevölkerungsbasierten KORA-Ressourcen (Kohorte, Herzinfarktregister, Aerosol-Messstation). Darüber hinaus kommen Daten und biologische Proben aus den Geburtskohorten GINI und LISA.

Helmholtz Zentrum München 
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH) 
Ingolstädter Landstr. 1 
85764 Neuherberg 
www.helmholtz-muenchen.de 
Aufsichtsratsvorsitz: N.N.
Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender: MinDirig. Dr. Manfred Wolter 
Geschäftsführer: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Matthias H. Tschöp, Heinrich Baßler,
Dr. Alfons Enhsen
Registergericht: Amtsgericht München HRB 6466 
USt-IdNr: DE 129521671