Bundesverband für Tiergesundheit e.V.

Leptospirose: Die Gefahr aus dem Tümpel
Stehende Gewässer und Pfützen sind zur Abkühlung und als Durstlöscher nicht geeignet

Verschmutztes Wasser ist ein bedeutendes Erregerreservoir. Unerkannt infizierte Tiere stellen ein großes Infektionsrisiko für andere Hunde und den Menschen dar. Fotoquelle: Fotolia/willbrasil21 / Kostenfreie Nutzung in Verbindung mit dieser Pressemeldung. Weiterer Text über ots und... mehr

Bonn (ots) - Ein heißer Sommertag kündigt sich an. Zu heiß vielleicht, um heute mit dem Hund stundenlange Spaziergänge zu machen. Aber genau richtig für einen Besuch am See. Die meisten Hunde lieben es, sich mit einem "Ganzkörper-Bad" zu erfrischen und damit ihre Körpertemperatur zu regeln. Baden ist jedoch nicht ohne Risiko, denn im kühlenden Nass können unsichtbare Gefahren in Gestalt von Bakterien lauern. Weniger betroffen sind saubere, große Seen oder kristallklare, fließende Bäche. Kleine stehende Gewässer oder Pfützen aber können mit Erregern der gefährlichen Leptospirose verseucht sein. Für diese Infektionskrankheit sind Bakterien verantwortlich, die zur Gattung der Leptospiren gehören. Die Leptospirose ist auch unter den Bezeichnungen Stuttgarter Hundeseuche oder Weilsche Krankheit bekannt.

Als Hauptübertragungsweg gilt die Aufnahme von Wasser, das mit Urin von infizierten Nagern, meist Ratten, verschmutzt ist. Besonders gefährdet sind Jagdhunde, aber auch Hunde in Reitställen und ländlichen Gegenden, "Wasserratten" wie z.B. Retriever und Hunde, die auf Wiesen und Feldern sowie im Wald spazieren gehen. Generell können sich jedoch alle Hunde -auch Stadthunde - infizieren. Auch eine Übertragung vom Hund auf den Menschen ist möglich. Die Leptospirose ist eine der am weitesten verbreiteten Zoonosen der Welt.

Nach der Infektion über den Nasen-Rachen-Raum oder die Haut, gelangen die Bakterien in die Blutbahn und mit dem Blut in die inneren Organe, meist sind Leber und Nieren betroffen. Dort vermehren sie sich rasch, wobei es zu mehr oder weniger schweren Organschäden - sogar mit tödlichem Ausgang - kommen kann. Viele Leptospiren-Infektionen verlaufen jedoch auch ohne klinische Symptome. Unerkannt infizierte Tiere stellen ein großes Infektionsrisiko für andere Hunde und den Menschen dar. Die wichtigste Vorbeugemaßnahme gegen Leptospirose ist die regelmäßige Impfung. Nach den aktuellen deutschen Impfleitlinien zählt die Leptospirose-Impfung zur den Pflichtimpfungen (Core-Impfung). Das bedeutet, jeder Hund sollte zu jeder Zeit geschützt sein.

Weitere Informationen unter http://ots.de/n3BJK

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