Bundesverband für Tiergesundheit e.V.

Was tun, wenn mein Tier Hautpilz hat?
Die Haut ist eines der vielseitigsten Sinnesorgane des menschlichen und tierischen Organismus

Was tun, wenn mein Tier Hautpilz hat? / Die Haut ist eines der vielseitigsten Sinnesorgane des menschlichen und tierischen Organismus
Gegenstände, die der Tierpflege dienen, also Bürsten, Kämme etc., müssen im Krankheitsfall konsequent gereinigt und desinfiziert werden. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/76750 / Redaktionelle Fotonutzung nur in Verbindung mit dieser Meldung. Die Verwendung dieses Bildes ist für... mehr

Bonn (ots) - Sie bietet Schutz vor äußeren Einflüssen und ist zugleich Angriffsfläche für vielerlei Krankheiten. So fühlen sich dort auch Hautpilze besonders wohl.

Hautpilze oder Dermatophyten sind entsprechend weit verbreitet. Sie entwickeln sich in Haut und Haaren und verursachen Hautveränderungen, die oft als kreisrunde Rötungen und/oder kreisrunder Haarausfall erkennbar werden. Oft sind auch die Krallen betroffen. Die Erkrankung bezeichnet man als Dermatophytose. Sie gilt als eine der häufigsten infektiösen Hauterkrankungen bei Hunden und Katzen. Der Pilz zur Infektion ist in den überwiegenden Fällen Microsporum canis, bei Katzen in bis zu 98 Prozent, bei Hunden bis zu 70 Prozent der Fälle.

Hautpilze bzw. deren Sporen bleiben unter Umständen über Jahre hinweg ansteckend. Bei Kontakt mit infizierten Artgenossen können sich Hund und Katze also über Pilzsporen anstecken, ohne dass dies der Tierhalter überhaupt wahrnimmt. Denn nicht jedes infizierte Tier entwickelt auch Krankheitssymptome. Bestimmte Faktoren wie Stress, zuvor bestehende Hauterkrankungen auch durch Parasitenbefall, beengte Unterbringung bei wenig Auslauf, Wurmbefall, sowie andere die Immunabwehr schwächende Erkrankungen begünstigen den sichtbaren Infektionsausbruch. Bei ersten Anzeichen sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Dies ist umso wichtiger, da sich der Hautpilz auch auf dem menschlichen Körper wohl fühlt. Die Ansteckungsgefahr ist also groß. Sofern weitere Hunde, Katzen oder kleine Heimtiere im selben Haushalt leben, sollten auch diese alle tierärztlich kontrolliert werden.

Nach der Diagnose "Hautpilz" ist eine konsequente, häufig sehr langwierige Behandlung erforderlich. Die verfolgt zwei Ziele. Sie soll zum einen die Krankheitsdauer verkürzen und zum anderen die Ausbreitung in der Umgebung und die Übertragung auf andere Tiere oder den Menschen verhindern. Dafür stehen im Prinzip drei Behandlungswege zur Verfügung: Der Hautpilz kann von "innen heraus" (systemisch), also über geeignete Medikamente behandelt werden. Begleitend dazu rückt man dem Pilz auch äußerlich im wahrsten Sinne auf den Pelz, d.h. Fell und Haut des Tieres werden mit speziellen Mitteln nach Anweisung des Tierarztes gewaschen. Ergänzend dazu ist eine "therapeutische" Impfung möglich.

Auch die Umgebung des Tieres sowie alle Gegenstände, die der Tierpflege dienen, also Bürsten, Kämme etc., sowie Decken, Spielzeug, Leinen, aber auch das Auto und die gesamte Wohnung müssen konsequent gereinigt und desinfiziert werden. Welche Mittel hier geeignet sind und wie diese angewendet werden müssen, weiß der Tierarzt.

Pressekontakt:

Bundesverband für Tiergesundheit e.V., Dr. Claudia Sigge,
Tel. 0228/31 82 96, bft@bft-online.de

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