Deutsches Atomforum e.V.

50 Jahre Stromerzeugung durch Kernenergie
Junge Energiequelle besitzt weltweit Zukunftschancen

    Berlin (ots) - Heute vor 50 Jahren wurde zum ersten Mal
Elektrizität durch die Nutzung der Kernenergie erzeugt. Am 20.
Dezember 1951 gelang es Wissenschaftlern in der National Reactor
Testing Station im amerikanischen Bundesstaat Idaho vier 200
Watt-Lampen, die an die Stromleitung eines Generators angeschlossen
waren, zum Leuchten zu bringen. Als Energiequelle diente der
Experimental Breeder Reactor-I (EBR-I), ein Versuchs-Brutreaktor, in
dem 69 kg Uran als Spaltmaterial zur Erzeugung von Wärme eingesetzt
waren. Von diesem Zeitpunkt an wurden international große
Fortschritte bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie gemacht.
Heute liefert die Kernenergie etwa 16 Prozent der
Weltstromproduktion. 437 Kernkraftwerke sind rund um den Globus im
Betrieb, 34 Anlagen befinden sich im Bau, weitere Reaktoren sind
geplant.
    
    Diese Zahlen belegen, dass die Kernenergie auch in Zukunft ihren
festen Platz im Energiemix haben wird. Angesichts des
prognostizierten steigenden Energiebedarfs und der notwendigen
Reduktion des Kohlendioxidausstoßes setzen viele Länder ihre
Hoffnungen zum Teil sogar ausdrücklich auf die Kernenergie. Der in
Deutschland eingeschlagene Weg hin zu einer Beendigung der
Kernenergienutzung stellt eine nationale Sonderlösung dar.
    
    In Deutschland nahm im Juni 1961 der erste Reaktor in Kahl seinen
Betrieb auf. Seit 1988 deckt die Kernenergie in der Bundesrepublik
gut ein Drittel der Stromversorgung (im so genannten Grundlastbereich
sogar mehr als 50 Prozent) und etwa 10 Prozent des gesamten
Energieverbrauchs. Die 19 im Betrieb befindlichen Reaktoren leisten
damit einen entscheidenden Beitrag zu einer sicheren, preiswerten und
klimafreundlichen Stromversorgung.
    
    
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Christian Wilson
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