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++ Der Neuwagen von heute ist der Gebrauchtwagen von morgen: BUND fordert Bonus-Malus-Regelung für Neuzulassungen ++

Pressemitteilung vom 9. November 2021

Der Neuwagen von heute ist der Gebrauchtwagen von morgen: BUND fordert Bonus-Malus-Regelung für Neuzulassungen

Berlin. Zum Endspurt der Koalitionsverhandlungen fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Ampel-Verhandlungsrunde auf, Subventionen für große und schwere Autos mit hohem Energiebedarf abzuschaffen. Künftig dürfen nur noch möglichst wenig neue Fahrzeuge mit hohem Kraftstoffverbrauch zugelassen werden. Vor allem kleine Elektroautos sollten die Mobilitätswende, die Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr voranbringen muss, ergänzen.

Antje von Broock, BUND- Geschäftsführerin: „Der Neuwagen von heute ist der Gebrauchtwagen von morgen. Deshalb muss die neue Bundesregierung Subventionen für übermotorisierte Spritschlucker sofort abschaffen und zusätzliche Instrumente wie die Bonus-Malus-Regelung einführen. So kann die Politik mitbestimmen, welche neuen Fahrzeuge in den nächsten Jahren auf unsere Straßen kommen und damit Einfluss auf den für die Energiewende im Verkehr mitentscheidenden Gebrauchtwagenmarkt von morgen nehmen. Weniger Autos sind für die Verkehrswende ebenso entscheidend wie die Senkung ihres Energie- und Ressourcenverbrauchs. Zukünftig müssen vor allem sparsame, batterieelektrische Fahrzeuge auf den Gebrauchtwagenmarkt kommen. Es dürfen nicht weiter Statussymbole für Besserverdienende subventioniert werden.“

Neben der Einführung eines Bonus-Malus-Systems, das die erstmalige Neuzulassung von Fahrzeugen mit hohem Kraftstoffverbrauch verteuert, fordert der BUND die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs, eine komplette Neuausrichtung der Kfz-Steuer und einen Stopp von Kaufbeihilfen für Plug-in-Hybride und überdimensionierte Elektroautos.

Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND: „Die Kaufbeihilfen für Plug-in-Hybride sind kein Klimaschutzinstrument. Sie sind ein staatlich unterstützter Taschenspielertrick der Konzerne, um mit unrealistisch niedrigen offiziellen Verbrauchsangaben ihre CO2-Flottengrenzwerte einzuhalten. Wer realen Klimaschutz erreichen will, muss auch die realen Emissionen senken. Kaufbeihilfen für Plug-in-Hybride sind nicht weiter akzeptabel, ebenso wie jede andere Unterstützung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Strombasierte E-Fuels sind aufgrund schlechter Energieeffizienz, geringer Verfügbarkeit und langfristig hoher Kosten nichts für den Massenmarkt. Aber auch für batterieelektrische Fahrzeuge müssen zukünftig Effizienzvorgaben gelten. E-Fahrzeuge müssen klein und leicht sein, energie- und ressourceneffizient in Herstellung, Betrieb und beim Recycling der in einer Kreislaufwirtschaft wiederzuverwertenden Rohstoffe.“

Mehr Informationen

Plug-In-Hybride: saubere Lösung oder grüne Mogelpackung? www.bund.net/plug-in-hybride

Kontakt: Jens Hilgenberg, BUND-Verkehrsexperte, Tel.: 030-27586-467, Mobil: 0151-56313302, E-Mail: jens.hilgenberg@bund.net

BUND-Pressestelle:

Daniel Jahn | Judith Freund | Heye Jensen

Tel. 030-27586-531 | -497 | -464 | E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

Sie erreichen die Pressestelle zurzeit vorrangig mobil:

Judith Freund: 0176-476 841 64

Heye Jensen: 01590-633 23 72

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Petra Kirberger (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin

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