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++ Züge statt Flüge: Umweltorganisationen fordern sofortiges Aus für Kurzstreckenflüge ++

Gemeinsame Pressemitteilung vom 20. Oktober 2021 | Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen.

Züge statt Flüge: Umweltorganisationen fordern sofortiges Aus für Kurzstreckenflüge

Berlin. Anlässlich der Koalitionsgespräche fordern 14 Organisationen der Umwelt- und Mobilitätswende-Bewegung ein sofortiges Verbot von Ultrakurzstreckenflügen und einen sozial gerechten und ökologischen Ausbau des Bahnverkehrs. Die Initiativen erinnern SPD, Grüne und FDP damit an ihre Klimaschutz-Versprechen im Wahlkampf. Das Pariser Abkommen, das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts vom März dieses Jahres und das deutsche Klimaschutzgesetz verlangen, dass klimaschonende Alternativen zum Flugverkehr vorgezogen werden. „Der Flugverkehr ist die klimaschädlichste und ungerechteste Form der Mobilität. Unnötige Kurzstreckenflüge abzuschaffen, ist eine längst überfällige und einfach umzusetzende Sofortmaßnahme für Klimaschutz“ sagt Jonas Asal, Flugverkehrsreferent bei der Umweltorganisation ROBIN WOOD.

Die Unterzeichnenden fordern ein sofortiges Verbot von Ultrakurzstreckenflügen, deren Ziele innerhalb von vier Stunden mit dem ICE erreichbar sind. Durch Umsetzung des Deutschlandtakts und weitere Bahnoptimierung könnten bis 600 Kilometer Entfernung ohne Komfortverlust auf die Bahn verlagert werden. Eine repräsentative Forsa-Umfrage von September belegt, dass rund 50 Prozent der Befragten sogar ein komplettes Verbot von Inlandsflügen fordern. „Die Hälfte aller innerdeutschen Flüge kann bereits jetzt durch eine Bahnfahrt von maximal vier Stunden ersetzt und dadurch jährlich 1,6 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden“, so Werner Reh, Sprecher des Arbeitskreises Verkehr des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Es ist völlig unverständlich, warum Ultrakurzstreckenflüge in Zeiten der Klimakrise überhaupt noch erlaubt sind. Wir brauchen Züge statt Flüge!“

Als zweiten Schritt sollen auch Kurzstreckenflüge bis 1500 Kilometer überflüssig gemacht werden. Tamara Hanstein von Attac erläutert: „Die künftige Regierung muss die Weichen für einen zukunftsfähigen Bahnverkehr stellen. Bahnfahren muss deutlich attraktiver und günstiger werden.“ Die Behörden und Unternehmen müssen ihre Reisekosten-Richtlinien ändern und Anreize setzen, damit die Bahn und Videokonferenzen genutzt werden. Um die Verlagerung des Flugverkehrs zu beschleunigen, ist es notwendig ungerechte Subventionen für den Flugverkehr zu streichen. Bereits im August dieses Jahres hatten acht Umweltverbände ein Maßnahmenpaket für mehr Klimaschutz im Luftverkehr vorgelegt.

Zu den Erstunterzeichner*innen des Forderungspapiers zählen: ROBIN WOOD, Attac, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUNDjugend), Stay Grounded, die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), Am Boden Bleiben, die Initiative Klima-, Umwelt- und Lärmschutz im Luftverkehr e.V., das Aktionsbündnis gegen den Flughafenausbau Leipzig-Halle, Bürger für die Reduzierung der Belastungen des Luftverkehrs in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW HH|SH), das Bündnis Verkehrswende Frankfurt, Schöne Städte e.V., das Forum Ökologie & Papier, sowie die Initiative gegen Fluglärm im Vordertaunus.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Flugverkehr und das Forderungspapier der Verbände finden Sie unter: www.bund.net/luftverkehr

Mehr Infos zur „Züge statt Flüge“-Kampagne: www.zuege-statt-fluege.org

Maßnahmenpaket der Umweltverbände: https://www.dnr.de/fileadmin/Positionen/2021-08-27-Verbaendeforderungen-Klimaschutz-Luftverkehr.pdf

Kontakte:

Jonas Asal, Fachreferent Flugverkehr, ROBIN WOOD e.V., Tel. 040-380 892-31, jonas.asal@robinwood.de

Tamara Hanstein, Aktivistin bei Attac Deutschland, Tel. 0151-5589 7544, ta.hanstein@gmx.de

Werner Reh, Sprecher des Arbeitskreises Verkehr des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Tel. 0176-4571 9292; w.reh@bund.net

BUND-Pressestelle:

Daniel Jahn | Judith Freund | Heye Jensen

Tel. 030-27586-531 | -497 | -464 | E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

Sie erreichen die Pressestelle zurzeit vorrangig mobil:

Judith Freund: 0176-476 841 64

Heye Jensen: 01590-633 23 72

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Petra Kirberger (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin

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