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02.09.2003 – 10:39

BUND

Clement will zurück ins vorige Jahrhundert
BUND für konsequente Energiewende

    Berlin (ots)

Als "klare Absage an den Klimaschutz" hat der Bund
für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die heute vom
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement der SPD-Bundestagsfraktion
vorgestellten Grundsatzpositionen zur Energiepolitik bezeichnet. Die
Clement-Vorschläge mit ihrer nahezu ausschließlichen Fixierung auf
den Energieträger Kohle verhinderten die notwendige 40prozentige
Minderung der CO2-Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990. Clement
sei offenkundig entschlossen, die Verstromung der Kohle auf
Jahrzehnte zu zementieren und so die notwendige Energiewende zu
verhindern. Diese Politik führe zurück ins vorige Jahrhundert.
    
    Angelika Zahrnt, BUND-Bundesvorsitzende: "Den dramatischen
Klimaveränderungen als Folge der Energieverschwendung und daraus
resultierenden volkswirtschaftlichen Schäden können wir nur entgehen,
wenn Effizienz und erneuerbare Energien Vorrang erhalten. Das
Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein hervorragendes Instrument, um die
Energiewende voranzubringen. Dazu gehört auch die Förderung
effizienter Energietechnik wie die Kraft-Wärme-Kopplung sowie
Einsparungen durch eine verbindliche Kennzeichnung des
Stromverbrauchs aller Haushalts- und Bürogeräte. Veraltete und
umweltfeindliche Energiestrukturen müssen endlich ersetzt werden. Das
Wirtschaftsministerium und die Industrie dürfen nicht länger
einfallslos einem imaginär steigenden Energiebedarf hinterher planen.
Sie müssen sich an ökologische Zielvorgaben halten und für eine
zukunftsfähige Energieversorgung sorgen."
    
    Energiespartechniken und erneuerbare Energien würden derzeit von
einer ineffizienten Versorgungs- und Verbundwirtschaft blockiert.
Diese Blockade müsste schnellstens aufgebrochen werden.
    
    Walter Jungbauer, BUND-Energiereferent: "Statt ungerechterweise
der Windenergie Subventionitis zu unterstellen, sollte Clement
endlich Subventionen in den Bereichen Atom und Kohle abbauen. Das
Bundeswirtschaftsministerium scheint nicht wahrzunehmen, dass sich
erneuerbare Energien zu einem bedeutenden Zukunftsmarkt entwickeln.
Allein im Sektor Windenergie sind in Deutschland bereits 46000
Menschen beschäftigt, im gesamten Bereich der erneuerbaren Energien
rund 130000 - mehr als in Atom- und Kohleindustrie zusammengenommen.
Bis 2010 könnte diese Zahl auf etwa 500000 steigen. Voraussetzung
dafür sind jedoch klare Programme und Förderstrukturen sowie der
politische Wille der Bundesregierung."
    
      
ots Originaltext: BUND
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

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Bei Rückfragen:

Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher,
Tel. 030- 27586-425/-489 (0171-8311051),
Walter Jungbauer, BUND-Energiereferent,
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