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03.04.2020 – 10:25

BUND

++ BUND-Projekt "Lebendige Auen für die Elbe" für den Blauen Kompass 2020 nominiert ++

BUND-Kommentar vom 3. April 2020

BUND-Projekt „Lebendige Auen für die Elbe“ für den Blauen Kompass 2020 nominiert

Das Projekt „Lebendige Auen für die Elbe“, das vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ins Leben gerufen wurde, hat es unter die insgesamt 15 Nominierten für den Wettbewerb „Blauer Kompass“ des Umweltbundesamtes geschafft. Dazu erklärt Antje von Broock, BUND-Geschäftsführerin Politik und Kommunikation:

„Wir freuen uns sehr über die Nominierung zum ‚Blauen Kompass‘. Das ehrt nicht nur den BUND, sondern vor allem die unersetzbare ehren- und hauptamtliche Arbeit zum Schutz und Erhalt von Auen. Unser Projekt ‚Lebendige Auen für die Elbe‘, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wird, rettet eine der letzten naturnahen Auen an der unteren Mittelelbe. Intakte Auen mit ihrer üppigen Vegetation sind nicht nur ein bedeutender Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zu Hochwasser- und Klimaschutz.

Unterstützen Sie unser Projekt und den BUND, stimmen Sie bis zum 20. April im Online-Voting um den diesjährigen Publikumspreis für 'Lebendige Auen für die Elbe'“.

Hintergrund:

Alle zwei Jahre zeichnet das Umweltbundesamt (UBA) mit dem „Blauen Kompass“ Projekte aus, die sich mit der Anpassung an den Klimawandel beschäftigen und mit gezielten Maßnahmen zum Klimaschutz beitragen. Bis zum 20. April können Sie den BUND unterstützen und online für unser Projekt stimmen: www.uba.de/tatenbank

Projekt „Lebendige Auen für die Elbe“:

„Lebendige Auen für die Elbe“ wird vom BUND-Auenzentrum im Rahmen des Bundesprogrammes Biologische Vielfalt umgesetzt und vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Weitere Fördermittelgeber sind die Umweltstiftung Michael Otto, die Allianz Umweltstiftung, die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt sowie Lotto-Toto Sachsen-Anhalt.

Naturnahe Auwälder speichern große Mengen des klimaschädlichen Kohlendioxids und halten Wasser lange in der Landschaft. Dadurch reduzieren sie zum einen die Hochwassergefahr und verhindern zum anderen in niederschlagsarmen Jahren das Austrocknen ganzer Landstriche. Böden und Pflanzen reinigen das Flusswasser, indem sie Schad- und überschüssige Nährstoffe binden. Damit sichern sie unsere Trinkwasserversorgung und schützen die Meere vor einer noch stärkeren Belastung durch Nähr- und Schadstoffe.

Im Januar 2020 hat das BUND-Auenzentrum einen wertvollen Auwald im UNESCO Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, die Hohe Garbe, durch die Öffnung des alten Deiches wieder an die natürliche Dynamik der Elbe angeschlossen – und schon jetzt strömt der Fluss wieder in alten Rinnen ungehindert in den Auwald. Unken, Frösche und Fische laichen in Bereichen, die zuvor lange trocken lagen; Schwarzstorch, Kiebitz und Seeadler finden dort ausreichend Nahrung. Die Aue kann also wieder auf vielfältige Weise zum Arten-, Klima- und Hochwasserschutz beitragen.

Mehr zum BUND-Auenprojekt: www.bund.net/elbauen

Fotos: www.bund.net/elbefotos

Kontakt:

Dr. Meike Kleinwächter, BUND-Expertin für Flüsse und Auen, Leiterin den BUND-Auenzentrums, mobil 0160-92815440, E-Mail: meike.kleinwaechter@burg-lenzen.de

Katrin Evers, Öffentlichkeitsarbeit "Lebendige Auen für die Elbe", mobil: 01590-1628936, E-Mail: katrin.evers@bund.net

Pressestelle:

Sigrid Wolff | Daniel Jahn | Judith Freund | Heye Jensen

Tel. 030-27586-425 | -531 | -497 | -464 | E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

Sie erreichen die Pressestelle zurzeit vorranging mobil.

Sigrid Wolff: 0162-96 11 946

Daniel Jahn: 0170-160 66 58

Judith Freund: 0176-476 841 64

Heye Jensen: 01590-633 23 72

Hinweis: Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus ergreift auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen. So arbeiten die Mitarbeiter*innen verstärkt im Home-Office und nutzen Telefonkonferenzen und digitale Medien für die Kommunikation. Wir alle tragen Verantwortung im Kampf gegen eine weitere Verbreitung des Virus. Gesamtgesellschaftliches Handeln ist das Gebot der Stunde. Von diesem Bewusstsein lassen wir uns stets auch bei unserem Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz leiten. Trotz Corona-Krise ist es daher wichtig, dieses Engagement unter Berücksichtigung der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen fortzusetzen. Auch die Klimakrise und das Artensterben sind weltweite Krisen, die nicht aus dem Blick geraten dürfen. Umwelt- und Naturschutz betreffen uns alle unmittelbar.

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Antje von Broock (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin